Rosemarie Liedschulte: „Stadt gart zu sehr im eigenen Saft“


 Die Aussage, dass es nach Ansicht
 des Jugendamtes nicht wirtschaftlich
 und von Vorteil sei, Jugendfreizeitstätten
 in freie Trägerschaften zu überführen oder
 in eine gemeinnützige Gesellschaft, ist für
 die jugendpolitische Sprecherin der
 CDU-Ratsfraktion, Rosemarie Liedschulte,
 nicht nachvollziehbar. Ihrer Meinung nach hält
das Jugendamt zu sehr an den Einrichtungen fest,
und damit auch an veralterten Strukturen.



Dazu Rosemarie Liedschulte:
„Wir plädieren seit langer Zeit dafür, mehr Einrichtungen an Freie Träger zu übergeben. Warum eine Überführung an diese nicht wirtschaftlich sein soll, wird uns sicher im nächsten Ausschuss erklärt werden. Denn plausibel ist es für mich nicht. Für uns stellen Freie Träger einen großen Gewinn in Sachen Kinder- und Jugendarbeit dar. Sie sorgen für Dynamik und stehen für Flexibilität. Und genau diese scheint bei vielen der städtisch geführten Einrichtungen zu fehlen. Denn die Öffnungszeiten, die fast alle städtischen Jugendfreizeitstätten anbieten, grenzen schon eher an einen öffentlichen Seniorentreff.“


Liedschulte fordert seit langem, dass Jugendfreizeitstätten abends länger und – gerade am Wochenende – bis spät abends geöffnet haben. Denn nur so könne auch verhindert werden, dass Jugendliche sich an informellen Treffpunkten sammeln, wo sie meist eine Belästigung für Anwohner darstellen.


Liedschulte abschließend:
„Es ist ja schön, wenn sich Mitarbeiter kurz vor der Rente noch in der Lage sehen, Jugendliche zu fördern und zu fordern. Ich selbst habe das Alter, und eine tägliche Arbeit mit Jugendlichen könnte ich mir nicht mehr vorstellen. Für uns ist es auf jeden Fall ein absolutes „No Go“, dass Freizeiteinrichtungen nicht bis spät in die Abendstunden geöffnet haben, weil die Mitarbeiter sich nicht mehr dazu motivieren lassen. Liebes Jugendamt, da hätte man doch auch mal eher tätig werden können und in einer Art Rotationsverfahren jüngere Mitarbeiter dort platzieren können. Denn sagen wir nicht immer alle, dass viel häufiger Platz gemacht werden muss für junge Leute. Wenn nicht in einer Jugendfreizeitstätte, wo dann wäre es wohl am sinnvollsten?“ 


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