Die CDU-Ratsfraktion spricht sich gegen
  die von der Verwaltung vorgeschlagene
  insgesamt 480.000 Euro teure Weiter-
  planung der Stadtbahnlinie U49 nach
  Wellinghofen aus. Eine entsprechende
  Ratsvorlage für den 21.07.2011, die
  eine „weitere Qualifizierung“ der
  Streckenführung bis südlich der Wellinghofer Amtsstraße vorsieht, lehnt die CDU daher ab.



Thomas Pisula, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, nennt hierfür mehrere Gründe. Bereits im Jahr 2007 hatte die Ratsfraktion gefordert, die Planungen für die Strecke einzustellen. Baukosten in Höhe von ca. 70 Mio. Euro sowie extrem hohe Folgekosten bedingt durch die Tunnellage unterhalb von Wellinghofen würden den Betrieb der Strecke auch angesichts dauerhaft sinkender Bevölkerungszahlen in den nächsten Jahrzehnten nicht wirtschaftlich ermöglichen. „Und an diesen Argumenten hat sich bis heute nichts geändert“, sagt Pisula.


Weiterhin erinnert die CDU-Fraktion an die Kritik der vor Ort ansässigen Bevölkerung sowie der vom eventuellen Bau betroffenen Grundstückseigentümer, namentlich die mögliche Durchschneidung der Kirchengemeinde „Heilig Geist“ durch die Stadtbahnlinie.


Nicht nachvollziehen kann Pisula auch das in der Verwaltungsvorlage genannte Argument, mit der Aufstellung des Bebauungsplans Hö 225n „Zeche Crone“ sei die Planungsqualifizierung der Stadtbahnlinie U49 über oder unter dem Gelände ehemaligen Zeche Crone zwingend erforderlich. „Im Bebauungsplan ist ausdrücklich eine Trasse für eine mögliche Stadtbahnverlängerung freigehalten. Das reicht als Planungsgrundlage vollkommen aus“, so Pisula.


Interessanterweise schlage die Verwaltung für die Sitzung des Rates am 21.07.2011 auch vor, den Bebauungsplan „Zeche Crone“ zu teilen, um den geplanten Bau- und Gartenmarkt kurzfristig realisieren zu können. Die Wohnbebauung soll „erst mittelfristig umgesetzt werden“. Eine Formulierung, die die CDU-Fraktion zumindest aufhorchen lässt.


„Da sehen wir einen Widerspruch zwischen der Stadtbahnplanung, die ausdrücklich die geplante Wohnbebauung auf der Zeche Crone als Argument für eine Verlängerung der U49 heranzieht, und der Aussage, dass die Wohnbebauung frühestens mittelfristig realisiert wird. Wer schon länger Politik macht, weiß, was mittelfristig manchmal bedeuten kann“, so Pisula.


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