Heinz Neumann: „CDU hat äußerste
  Bedenken, denn das Konzept überzeugt
  nicht. Die Fragen der anwesenden Eltern
  wurden nur unzureichend beantwortet.“

  Mit großem Interesse haben die Mitglieder
  der CDU-Fraktion im Schulausschuss der
  Stadt Dortmund die beiden Informationsveranstaltungen zur Gründung einer eventuellen Gemeinschaftsschule verfolgt.



Dabei konnte nicht der Eindruck gewonnen werden, durch dieses neue Schulangebot würden die Kinder so gut wie möglich gefördert. Die Behauptung, längeres gemeinsames Lernen führe zu besseren Abschlüssen, im Gegensatz zur frühzeitigen Differenzierung (siehe Gymnasium nach Klasse vier), kann nicht unwidersprochen bleiben.


„ Wir wollen keine Einheitsschule als Schule für Alle deklariert, sondern die richtige Schule für jeden. Bildung darf kein Versuchslabor sein, sondern wir brauchen dort Verlässlichkeit und Kontinuität,“ so der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Heinz Neumann. 


Der Vertreter der Bezirksregierung hat noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es eine Gemeinschaftsschule in Dortmund im Jahr 2012/13 nur gibt, wenn sie bis Herbst gesetzlich verankert wird. Vor den Herbstferien werden die Eltern der dritten und vierten Schuljahre der benachbarten Grundschulen ( 10 Schulen; im Stadtbezirk Mengede gibt es insgesamt 6 Grundschulen !) gefragt, ob sie an dem Lernversuch teilnehmen wollen. Die Eltern stimmen dann darüber ab, ob sie ihre Kinder nicht mehr zu den bisher vorhandenen weiterführenden Schulen schicken wollen. Die bisherigen Anmeldezahlen, vor allem an der Hauptschule Westerfilde, sagen dort etwas anderes aus: der Ruf ist hervorragend!


Die CDU will ein wohnortnahes und leistungsfähiges Bildungssystem, d.h. hier:
Erhalt der Schulen, so es die Eltern wollen!



Nach den Sommerferien soll den Eltern ein pädagogisches Konzept vorgestellt werden. Laut der zuständigen Schulministerin soll jede Gemeinschaftsschule selbst über die Ausgestaltung der Lern- und Unterrichtsorganisation entscheiden können, um den Anforderungen der jeweiligen Schüler gerecht zu werden. Die Schule entwickelt sich schrittweise (je nach örtlicher Situation unterschiedlich).
Fazit: Die Eltern können erst erkennen, wie pädagogisch gearbeitet wird, wenn die entsprechenden Kinder die Schule besuchen. In Westerfilde soll der Versuch anders herum unternommen werden.


Die Lehrer, Eltern und Schüler, unserer gesamten Gesellschaft sollen sich laut Dr. Ernst Rösner vom bisherigen Leistungsgedanken verabschieden, deshalb keine Benotung zumindest in den Klassen fünf und sechs, dort kristallisieren sich die zu fördernden Kompetenzen heraus, die Stärken werden dann gefördert, die Schwächen weiter vernachlässigt, die besseren Schüler unterrichten die Schwächeren (auch bei Unterrichtsausfall), die lateinische Sprache kann auch in einem evtl. gymnasialem Zweig nicht erlernt werden, wahlweise können die Schüler zwischen zwei Lehrkräften entscheiden (?), ein gutes Mittagessen für ca. 1 € , gebundener Ganztag (also verpflichtend bis 16.00 Uhr).


Die CDU versieht das Angebot mit vielen Fragezeichen. Man ist sich sicher, bei einer Einigung im Land wird es für alle Schulen gleiche Bedingungen geben, personelle und finanzielle Zuschläge werden entfallen.


Dazu noch einmal Heinz Neumann:
„Wir werden genau beobachten, wie seitens des Oberbürgermeisters in dieser Angelegenheit vorgegangen wird, er hat sie zur Chefsache gemacht.
Der Elternwille hat Priorität, die Einzugsbereiche und Entscheidungen der Schulkonferenzen aller betroffenen Schulen sind von Gewicht, das Raumprogramm für eine vierzügige Gemeinschaftsschule, die zusätzlichen Investitionen für den Ganztagsbereich, Essen und Fahrkosten, Gestaltung von Sport- und Außenflächen seien überschaubar, wir werden sehen!“


 


 


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