Krause: „Sauberkeit muss stärker in den Mittelpunkt rücken“ 

 Geht man in Dortmund über Osten- und
 Westenhellweg, Klepping- und Brückstraße,
 findet man die neu gepflasterten Wege
 verunstaltet mit ausgespucktem Kaugummi
 und Zigarettenkippen. Auf den Zufahrtsstraßen
 und in einzelnen Stadtteilen werden die
 Schmutzoasen größer. Angefangen von
 alten Autoreifen, Farbresten, alten
Möbelstücken oder auch Elektrogeräten findet man
an Böschungen, in verlassenen Nischen und
Straßengräben alles an Abfall, was so Mancher
anders nicht entsorgen will.




Christiane Krause, ordnungspolitische Sprecherin
der CDU-Fraktion, sieht dringenden Handlungsbedarf,
der Verdreckung im ganzen Stadtgebiet entgegenzuwirken. Ein erster Schritt dazu ist für sie die stärkere Beachtung und Nutzung des bereits bestehenden Bußgeldkatalogs für „Umweltsünden“.


„Wenn Menschen aus ihrer Haustür treten, sollte ihr erster Schritt nicht der in den Hundekot oder in ein ausgespucktes Kaugummi sein. Leider gibt es in dieser Stadt Leute, denen es anscheinend egal ist, dass sie ihre Umwelt durch achtlos weggeworfenen Müll immer mehr verdrecken und Mitbürgern zumuten, mit diesem Dreck zu leben. Seit 2003 gibt es in Dortmund einen Bußgeldkatalog, der Müllverschmutzungen ahndet bzw. ahnden sollte. Beispielsweise kostet liegen gelassener Hundekot 35,- Euro, das Wegwerfen von Zigarettenkippen 15,- Euro. Meiner Meinung nach wird dieser Bußgeldkatalog in Dortmund aber nicht konsequent umgesetzt. Und genau das muss sich ändern.“


Krause will, dass künftig ein nachhaltiges Sauberkeits-Bewusstsein bei den Bürgern entsteht. Sie fordert, dass eine größere Aufklärung stattfinden muss. Darüber hinaus muss aber auch die Stadt selbst als Vorbild dabei auftreten. Die seit Monaten mit Graffiti beschmierten Brunnen in der Innenstadt regen ihrer Meinung nach eher dazu an, mit der Umwelt achtlos anstatt achtsam umzugehen.


„Wir müssen bei den Menschen ein größeres Verständnis für ihre Umwelt schaffen. Dazu könnten beispielsweise längst vergessene Aktionen wie „Sauberkeit und Sicherheit an Schulen“ oder „Ganz Dortmund eine saubere Sache“ wiederbelebt werden. Darüber hinaus muss die Stadt aggressiver mit Umweltsündern umgehen und die Sauberkeit in Dortmund als Herausforderung sehen. Solange es Menschen gibt, die ihre Wohnung zwar renovieren oder sich neue Möbel anschaffen können, aber die Altlasten im nächsten Graben entsorgen oder denen es egal ist, dass ihr Hund auf der nächsten Spielwiese oder vor der nächsten Haustür sein Geschäft verrichtet, solange muss die Stadt die Erziehungsrolle übernehmen und sich diese entsprechend teuer bezahlen lassen. Denn nur wenn es ihrem Geldbeutel weh tut, fangen solche Menschen an, etwas zu ändern. Aber darüber hinaus muss die Stadt selbst ihre Hausaufgaben erledigen. Man hat für die Reinigung des seit Monaten beschmierten und beklebten Brunnen auf dem Hansaplatz noch immer keine Zeit gefunden, obwohl dies im Juli im Ausschuss beschlossen wurde. Ich kann als Stadt natürlich nicht von den Bürgern Sauberkeit erwarten, wenn ich sie selbst nicht vorlebe, so Krause abschließend.“


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