Adolf H. Weintz: „Talentförderung ist nicht Aufgabe einer Kommune“


  Kritisch beurteilt die CDU-Fraktion
  die geplante Einrichtung einer
  Koordinierungsstelle „Dortmunder Talent“
  im Amt des Oberbürgermeisters. Der
  personalpolitische Sprecher der
  Christdemokraten Adolf H. Weintz bringt
  es wie folgt auf den Punkt.“ Talentförderung
  ist nicht Aufgabe einer Kommune.“



In Zeiten knapper Kassen könne es nicht angehen, dass sich der Oberbürgermeister in seinem direkten Umfeld immer neue Büros einrichtet, die sich mit Dingen beschäftigen, die Schulen, Vereine, Verbände, Organisationen etc. genauso gut und vielfach auch mit ehrenamtlichen Helfern kostenlos leisten. Weintz weiter: „Man bekommt fast den Eindruck, dass der Oberbürgermeister unter `Büromanie´ leide“. Und weiter: „Wenn schon Talentförderung, dann bei der Sanierung des kommunalen Haushaltes!“


Der CDU-Sprecher spielt damit auf das nunmehr fast volle Dutzend unterschiedlicher Koordinierungsstellen im Rathaus an, die sich um beinahe jede Lebenslage und jede gesellschaftliche Gruppe kümmern sollen. „Wir haben das Agendabüro, die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, die städtische Behindertenbeauftragte, die Freiwilligenagentur, die Arbeitsgruppe Aktionsplan soziale Stadt, das Frauenbüro, das Büro für Anregungen, Beschwerden und Chancengleichheit, die Migrations- und Integrationsagentur Dortmund, die Ombudsfrau für Bürgerinitiativen und die Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente. Und jetzt kommt das Büro für Talentförderung hinzu. Für mich stellt sich die Frage, wann der OB auch noch das Büro für Dortmunder Schalke-Fans einrichtet“, so Weintz kopfschüttelnd.


Auch müsse die Frage erlaubt sein, ob es sich bei der Einrichtung des Talentbüros nicht in Wirklichkeit um die „Wegbelobigung“ einer umstrittenen Fachbereichsleiterin handele. Für die Leitung des Talentbüros sei ja bekanntlich die bisherige FABIDO-Chefin Cornelia Ferber vorgesehen, der aufgrund mangelnder betriebswirtschaftlicher Kenntnisse und häufig schlechter Kassenführung zuletzt ein kaufmännischer Geschäftsführer beiseite gestellt wurde.


In der nächsten Sitzung des Personalausschusses am 15.09.2011 erwartet die CDU-Fraktion vom Oberbürgermeister eine Stellungnahme, ob neben den Personalkosten auch noch andere eigene städtische Mittel zur Ausfinanzierung des Talentbüros eingesetzt werden sollen.


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