Am Krückenweg: Verkehrswacht schlägt Elternlotsen vor

Die Bezirksvertretung in Hombruch lehnt die Installation einer elektronischen Tempo-Anzeige für Autofahrer auf dem Krückenweg in Barop ab. Kommunalpolitiker und die Dortmunder Verkehrswacht schlagen eine Alternative vor.
Eltern der Baroper Ostenberg-Grundschule hatten die Tempo-Tafel beantragt, um auf der stark befahrenen Kreuzung „An der Palmweide“ Autofahrer zu bremsen, um so die Sicherheit für ihre Kinder zu erhöhen. Wie vor den Sommerferien berichtet, ist die speziell aus Sicht der Schulkinder unübersichtliche Kreuzung mit ihrer komplizierten Ampelschaltung aus Sicht der Eltern sehr gefährlich.

Vor allem bei hohem Verkehrsaufkommen und wenn die Stadtbahnen die Kreuzung befahren. Kommunalpolitiker und die Dortmunder Verkehrswacht schlagen der Schulpflegschaft der Grundschule eine Alternativ vor: Ausgebildete Elternlotsen sollen die Kinder über die Kreuzung leiten, um deren Sicherheit zu garantieren.

So lautet der Vorschlag von Hans-Jürgen Grotjahn, der als Vorsitzender der Verkehrswacht gestern die Kreuzung beobachtet hat. Am Dienstag hatte er in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung die Sicherheits-Debatte verfolgt.

Die Schulpflegschafts-Vorsitzende Mechthild van der Linde erklärte in einer ersten persönlichen Reaktion, dass der Elternlotsen-Vorschlag nicht realisierbar sei. Was sie mit dem Ganztagsbetrieb der Schule zusammenhängt.

Eltern müssten demnach zwischen 7.30 und 10 Uhr (also zum Unterrichtsbeginn in der der ersten, zweiten und dritten Stunde) sowie ab mittags bis 16 Uhr (variabler Schulschluss) auf der Kreuzung stehen, um den Lotsendienst zu garantieren. Gleichwohl werde die Schulpflegschaft den Vorschlag in ihrer nächsten Sitzung diskutieren und dann über weitere Schritte beraten.

Martin Krieg vom Tiefbauamt hatte vor den Sommerferien erkannt, dass die Ampelschaltung nicht optimal arbeite. Vor allem die Grünphasen seien zu kurz angelegt – was auch am Mittwoch wieder zu beobachten war. Mehrmals dauerte sie gerade einmal drei Sekunden.

Das Tiefbauamt wollte Ingenieure beauftragen, die Ampelschaltung zu optimieren. „Ich hoffe, dass dieser Auftrag bald erteilt wird“, sagte Hombruchs Bezirksbürgermeister Hans Semmler gestern. Die Verkehrswacht hatte am Mittwoch von 11 bis 13 Uhr mit zwei mobilen Messgeräten die Geschwindigkeiten erfasst und protokolliert.

Den Spitzenwert erzielte ein Autofahrer auf dem Krückenweg in Richtung Hombruch mit 82 km / h. Stadteinwärts erreichte ein PKW 75 km / h. Nach einer ersten Analyse erklärte der Geschäftsführer der Verkehrswacht, Horst Glaser, dass sich die allermeisten Autofahrer an das Tempolimit –erlaubt sind 50 km / – halten würden.

Hans-Jürgen Grotjahn stellte fest, dass die Kreuzung vor allem für Autofahrer gut ausgestattet sei. Für Kinder sei sie allerdings kompliziert und gefährlich vor allem dann, wenn sie neben den Gleisen auf Grünlicht warten.


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