CDU warnt vor Grilltourismus

 Die Vorlage über die Ausweitung der
 Grillwiesen in Dortmund begrüßt die
 CDU-Fraktion durchaus. Denn immerhin
 war dies eine Forderung der CDU-Fraktion
 im Bürgerdienste-Ausschuss, nachdem im
 letzten Sommer teilweise furchtbare
 Zustände in öffentlichen Parkanlagen
 ach Grilltagen angetroffen wurden. Von daher
war ein neues Konzept über die Ausweitung von
Grillwiesen erforderlich, betont die ordnungspolitische
Sprecherin der CDU-Fraktion, Christiane Krause.
Das jetzige Konzept ist ihrer Meinung nach allerdings
stark überarbeitungsbedürftig.



Ausweitung von Grillwiesen scheint mir nach dem letzten Sommer ein Muss zu sein“, so Krause. „Die in der Vorlage neu zu schaffenden neuen Grillwiesen führen aber wohl eher dazu, dass wir in Dortmund einen „Grilltourismus“ ins Leben rufen.  Da werden Grillwiesen, wie beispielsweise in Hohensyburg genannt, wo definitiv nur Bürger aus anderen Stadtteilen hinfahren werden, die vor der eigenen Tür nicht Grillen dürfen, und weil sich scheinbar im ganzen übrigen Stadtteil von Hörde keine Wiese dafür findet. Anstatt die vorhandenen Grillwiesen auszuweiten, schafft man Neue. Nur erreiche ich doch dadurch nicht, dass die Menschen aus der Nordstadt oder dem Innenstadtbereich dann vermindert in den Fredenbaumpark oder Westpark gehen, sondern statt dessen ihre Sachen im Auto verstauen und andere Stadtteile aufsuchen. Hier ist meiner Meinung nach der völlig falsche Ansatz geschaffen worden.“


Krause hält auch den Ruf nach sanitären Anlagen für nicht sinnvoll und zweckmäßig. Hierdurch würde man nicht beabsichtigte Standards schaffen, die nur schwer zu widerrufen wären.


Krause abschließend:
„Wenn wir jetzt an allen Grillplätzen auch noch sanitäre Anlagen aufbauen, dann schaffen wir uns damit ein Vergnügungsareal, mit dem wir sogar Menschen aus den Umland anlocken. Dann sollten die Stadt aber auch darüber nachdenken, ob sich das nicht noch vermarkten lässt. Der entsprechende Werbeslogan könnte lauten: „Auf zum Grillvergnügen nach Dortmund“. Aber Spaß beiseite – Ziel muss es doch sein, aufgesuchte Flächen so auszuweiten, dass mehr Menschen dort Platz finden. Geht das nicht, dann muss das Grillverhalten im öffentlichen Raum entsprechend eingeschränkt oder eingestellt werden.“


Verantwortlich: