Die CDU Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt Nord stimmt der Änderung der Ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt Dortmund zu, lehnt die übrige Vorlage zur Einrichtung von Grillwiesen jedoch ab.

„Seit Jahren bemüht sich die CDU in der Bezirksvertretung Innenstadt Nord darum, dass sowohl Familien im Fredenbaum grillen können, als auch Spaziergänger Erholung im Grünen finden. Das muss reichen“, so der Vorsitzende der CDU-Fraktion Innenstadt Nord, Thomas Bahr.

Neben den drei ausgewiesenen Grills im Bereich der Mini-Golf-Anlage hat sich der Parkplatz am Mendesportplatz zum großen Grillplatz gewandelt. Dort treffen sich Familien mit Verwandten und Freunden zu größeren Grillrunden. Einzelne Autos dienen als unmittelbare Versorgungsstation und Musikanlage. Wenn der Parkplatz von ca. einem Dutzend Gruppen mit jeweils gut 15 Angehörigen überfüllt ist, werden auch die angrenzenden Wiesen mitgenutzt. Die asphaltierte Zuwegung durch den nördlichen Fredenbaum ist regelmäßig zugeparkt, ebenso wie die angrenzenden Fußwege. Der Müll wird nicht entsorgt. Es entstehen Brandflecken usw.

Dazu die CDU-Frau Gerda Horitzky:
„Nach den Grillwochenenden wirkt dieser Teil des Parks wie die Innenstadt nach Rosenmontag. Die enormen Aufwendungen für die Müllbeseitigung verringern den Etat des Fredenbaum und für Verschönerungsmaßnahmen fehlt dann das Geld.
Dieses Verhalten passt nicht zur traditionellen Nutzung des Fredenbaum. Spaziergänger finden so nicht mehr die gewünschte Ruhe und Erholung im Park und meiden diesen.“

Nur zu einem geringen Teil sind die Griller Nordstädter, die in Geschosswohnungen keine Möglichkeit zum Grillen haben. Es handelt sich hier nicht um WG-Bewohner, die sich am Wochenende spontan aufmachen und mit Freunden zum Grillen treffen.

Weit über die Grenzen der Nordstadt hinaus hat es sich herumgesprochen, dass man im Fredenbaum mit dem Auto vorfahren und grillen kann. Diesen Grilltourismus erlebt man auch am Kemnader See oder an den Ruhrwiesen.

Zur Klärung der Verhältnisse hat die Bezirksvertretung Innenstadt Nord in 2008 eine Parkordnung beschlossen und so versucht, das wilde Grillen und die damit einhergehende Vermüllung sowie das Parken auf den Fußwegen zu unterbinden. Das Ordnungsamt und Stadtgrün waren nicht in der Lage oder Willens, diese detaillierten Vorgaben der Bezirksvertretung durchzusetzen. Letztes Jahr haben CDU und SPD das Grillen im Fredenbaum untersagt, bis auf die drei Grillplätze am Minigolfplatz.

„Heute schlägt uns die Verwaltung vor, im Fredenbaum und südlich des Museums für Naturkunde Grillwiesen auszuweisen und gleichzeitig auf allen anderen Grünflächen das Grillen zu verbieten. Weitere Kontrollen seien dann entbehrlich. Aufgrund der von uns gemachten Erfahrungen können wir diesem Vorschlag nicht folgen“, so die beiden CDU-Mitglieder Gerda Horitzky und Thomas Bahr.

Bislang ist es bereits in allen Grünanlagen Dortmunds erlaubt zu grillen, nur im Fredenbaum ist dies untersagt. Der einzige Ort an dem es in Dortmund zu massiven Problemen in Folge Grillens kommt ist der Fredenbaum. Wir haben hier kein Regelungsdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit.


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