Zusatzantrag zu TOP 11.9 zur Sitzung der BV Brackel am 15.03.2012

Wambeler Pilz

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Brackel bittet nachfolgenden Antrag als Antrag in der Sitzung am 15.03.2012 zu behandeln:

Die Verwaltung wird aufgefordert,

  1. eine weitere Planung für die Bebauung der Grünfläche Wambeler  Hellweg/Rüschebrinkstraße/Dorfstraße („Wambeler Pilz“) nicht zu fördern und Verhandlungen mit möglichen Investoren für diese Fläche zu unterlassen;
  2. die für diese Grünfläche bestehende Bauleitplanung dahingehend anzupassen, dass eine Bebauung unzulässig ist.

Begründung:
Die oben beschriebene Grünfläche am Wambeler Hellweg  ist bereits seit mehreren Jahren im Blick von Investoren, die auf dieser Grünfläche Gebäude errichten wollen. Insbesondere für städtische Tochterunternehmen ist diese Fläche interessant, da es sich dabei um eine im Eigentum der Stadt stehende Fläche handelt.

Eine Bebauung dieser Fläche sollte jedoch unterbleiben. Denn diese Grünfläche bildet ein prägendes Merkmal im Ortsbild von Wambel. Insbesondere an der wichtigen und hoch frequentierten Haltestelle Rüschebrinkstraße vermittelt diese Grünfläche für die dort ein- und aussteigenden Personen das Bild eines „grünen“ Wambels. Auch der sich im Zentrum dieser Grünfläche befindende „Pilz“ ist mittlerweile auch über die Grenzen des Ortsteils hinaus bekannt.

Weiterhin bildet diese Grünfläche zusammen mit der auf der anderen Straßenseite des Wambeler Hellwegs gelegenen Friedhofsfläche – abgesehen von kleineren Ausnahmen – die letzte größere Grünfläche vor der Innenstadt. Wenn man sich auf dem Hellweg Richtung Innenstadt bewegt, so kann man im weiteren Verlauf am linken und rechten Rand der Fahrbahn nur noch Häuser erblicken. Insoweit sollte diese Grünfläche als markanter Punkt erhalten bleiben, um zu symbolisieren, dass ab nun die östlichen Vororte des Stadtbezirks Brackel beginnen.

Zudem dient diese Grünfläche als Parkanlage für die Bewohner der umliegenden (überwiegenden) Wohnbebauung. Die Grünanlage wird von den anwohnenden Hundebesitzern zum Ausführen ihrer Hunde genutzt. Auch der dieser Grünanlage angeschlossene Spielplatz, für den erst vor einigen Jahren eine kleine „Skateranlage“ errichtet wurde, wird von den Bürgern – insbesondere den Jüngeren – genutzt. Diese Grünfläche bildet also ein grünes Ausgleichsgebiet für das ansonsten vollständig bebaute Gebiet des Wambeler Ortskerns. Eine Bebauung dieser Grünfläche würde lediglich das Bild eines „zugebauten Wambels“ vermitteln, das sich letztlich vom Ortsteil Körne nur noch im Namen unterscheidet.

Soweit von möglichen Investoren vorgetragen wird, eine hochwertige Bebauung würde zu einer Aufwertung der Fläche führen, sei der Hinweis erlaubt, dass es sich nach den Plänen der Investoren um eine Wohnbebauung handelt, deren architektonische Ausgestaltung sich ohnehin an Zweckmäßigkeitskriterien orientieren wird. Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass auch die Architektur der Mode und dem Geschmack seiner Zeit unterworfen ist. Eine möglicherweise heute als ansprechend geltende Bebauung könnte in 20 Jahren schon als unmodern empfunden werden. Demgegenüber ist eine Grünfläche – gerade wenn sie von Gebäuden umgeben ist – zeitlos schön.


Verantwortlich: