Im Alter von 81 Jahren verstarb am
  letzten Wochenende der ehemalige
  Ratsvertreter der CDU-Fraktion
  Arnold Sommer.
  Arnold Sommer war von 1972 bis
  1999 Mitglied des Rates der Stadt
  Dortmund und wurde zum Ehrenmitglied
  des Rates der Stadt Dortmund ernannt.
  Von 1967 bis 1972 war Arnold Sommer als
  Bürgervertreter tätig.
  Als Mitglied des „Westfalenparlamentes“ – 
  Landschaftsverband Westfalen-Lippe – war er von 1984 bis 1999 tätig.

Im sauerländischen Suttrop geboren, erlernte er von 1945 bis 1948 den Beruf des Schlossers. Anschließend arbeitete er in der Dorfschmiede seines Vaters, der 1946 aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war.
1953 führte ihn sein Beruf nach Dortmund. An der Handwerkskammer Dortmund erwarb Arnold Sommer zwei Meisterbriefe als Schlossermeister und Schweißermeister. Eine gute Basis für Beruf, Familie und Ehrenamt.
Bis zu seinem Eintritt in das Rentenalter arbeitete Arnold Sommer als Ausbildungsmeister für Lehrlinge, Auszubildende, Praktikanten und erwachsene Umschüler.
So konnte er im nordrhein-westfälischen Berufsförderungswerk Dortmund-Hacheney Beruf und sozialpolitisches Engagement über zwei Jahrzehnte als Betriebsratsvorsitzender miteinander verbinden.


Wie ein roter oder besser gesagt schwarzer Faden, denn schon 1963 trat er der CDU bei, zieht sich sein sozialpolitisches Engagement zum Wohle der Bürger seiner Heimatstadt Dortmund durch seinen Lebenslauf.


Der Beruf, seine politische Tätigkeit als Ratsmitglied der CDU und als Vorsitzender der CDU-Seniorenunion sowie die ehrenamtliche Tätigkeit im Kolpingwerk haben sein Leben entscheidend geprägt. Viele Jahre war er sozialpolitischer Sprecher der CDU und Vorsitzender des Ratsausschusses für Soziales, Familie und Wohnen. Das Sozialinstitut Kommende in Dortmund-Brackel war ihm bei seinem Tun durch die Jahre, wie er sagt, ein „sozialethischer“ Stützpunkt.


Arnold Sommer hat neben Beruf, Engagement in Kirche und Politik ein weiteres Hobby, durch das er sich auf vielfältige Art und Weise für seine Stadt verdient gemacht.
 
Als Laienhistoriker erforschte er die Dortmunder Stadtgeschichte, insbesondere in der Zeit seit 1945. Deshalb war es ihm möglich in der politischen Diskussion immer wieder Denkanstöße mit geschichtlich wichtigen Aspekten vorzubringen. Oft genug fanden seine Ideen bei den Beratungen und Entscheidungen im Rat Berücksichtigung.


Besonders erwähnenswert sind sicher die Namensgebung des
Reinoldus – Gymnasiums, die Dokumentierung des früheren Standortes der Nicolai-Kirche im Stadtgarten und sein Beitrag zur Chronik der Dortmunder CDU. Dieses Buch ist ein echter Beitrag zur Stadtgeschichte, als Buch der politischen Bildung und als Geschichtsbuch einer Partei. Es ist ein Stück Heimatgeschichte, die eindrucksvoll die ersten demokratischen Gehversuche nach dem 2. Weltkrieg aufzeigt.


Auch ist es seinem unaufhörlichen Engagement zu verdanken, dass mittlerweile die wichtigste Straße auf dem Phoenix-West-Gelände nach dem  „Ersten“ Bundeskanzler, der Konrad-Adenauer-Allee benannt worden ist. Zum 125. Geburtstag des Altkanzlers hat er 2001 deshalb auch gemeinsam mit seinem Co-Autor Dr. Fritz Hofmann eine umfangreiche Dokumentation über Adenauer und dessen Verbundenheit zur Westfalenmetropole Dortmund herausgegeben.


2009 haben die Autoren Dieter Höltershinken und Rolf-Jürgen Spieker das Sammelwerk „Symbole und Zeichen“ veröffentlicht, in dem die kunsthandwerklichen Arbeiten von Arnold Sommer dargestellt sind.


Die Verleihung der Stadtplakette und des Ehrenrings der Stadt Dortmund, der goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer Dortmund sowie des Bundesverdienstkreuzes, die Auszeichnung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille in Silber sowie die Ehrung durch den internationalen Kolping-Verband zeigen die Wertschätzung, die Arnold Sommer als ehemaliger Diözesanvorsitzender genossen hat. Der überzeugte Katholik wurde im Sommer 2002 von Papst Johannes Paul II. zum Ritter des Silvesterordens ernannt.


Arnold Sommer hinterlässt seine Ehefrau, Kinder und Enkelkinder.


 


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