Thomas Pisula: „Lieber das bestehende Radnetz sinnvoll ergänzen“


 Die CDU-Ratsfraktion hält den geplanten 110 
 Millionen Euro teuren Radschnellweg Ruhr für
 nicht finanzierbar. Die  Fahrrad-Autobahn, die 
 von Hamm bis nach Duisburg führen soll, würde 
 allein auf Dortmunder Stadtgebiet mindestens
 37 Millionen Euro verschlingen.





„Bei aller Sympathie für den Radverkehr: Das halten wir für unangemessen. Deshalb wollen wir hier schon frühzeitig die Ampeln auf rot stellen“, so der umweltpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Thomas Pisula. Stattdessen fordert die CDU-Fraktion, das bestehende Radnetz, wo immer dies technisch möglich ist, sinnvoll zu ergänzen.


Allein die Grundannahme, mit einer Fahrrad-Autobahn könnte man die B1/A40 merklich entlasten und Berufspendler vom Auto auf das Rad verlagern, sei nach Meinung der CDU-Fraktion an der Realität vorbeigeplant. Gerade in den kalten, nassen und dunklen Wintermonaten wird sich außer wenigen Idealisten wohl kaum jemand dazu bewegen lassen, mit dem Fahrrad an die Arbeit zu fahren. „Die Entlastungseffekte für B1 und A40 werden kaum messbar sein“, prophezeit Pisula schon jetzt.


Bezüglich der Streckenführung auf Dortmunder Stadtgebiet mache die im Planungsausschuss am 18.04.2012 zur Beratung anstehende Konzeptstudie geradezu „abenteuerliche“ Vorschläge. So soll z.B. zur Überquerung des Emschertals im Bereich Schönau eine zweite, diagonal unter der jetzigen Schnettkerbrücke neu zu erbauende Fahrradbrücke errichtet werden. „Ein Schildbürgerstreich sondergleichen, der angesichts der Finanzlage der Kommunen ein Skandal wäre“, sagt Pisula.


Die CDU-Fraktion unterstreicht ihre Position hinsichtlich der Nichtfinanzierbarkeit des Projektes auch mit folgenden Zahlen: Im Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen „Sonderradwege-Bau 2012“ stünden insgesamt 9,5 Millionen Euro zur Verfügung. Davon hätten die Kommunen des Ruhrgebietes für insgesamt 15 Radfahrprojekte lediglich 0,47 Millionen Euro erhalten. Begründung: die katastrophale Haushaltslage der Ruhrgebietsstädte, die eine städtische Kofinanzierung unmöglich mache.


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