Auf breite Ablehnung
  innerhalb der CDU-Fraktion stößt
  der Vorschlag der Verwaltung,
  Richtlinien für die Gestaltung von
  Außengastronomie in der
  Dortmunder City zu erlassen. 
  „Wir wollen eine vielfältige und
  lebendige City und deshalb ausdrücklich keine Uniformierung der Außengastronomie in der City“, so der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Thomas Pisula.



Für die Christdemokraten ist nicht erkennbar, dass es in der Dortmunder City Beispiele für nicht akzeptables und unansehnliches Mobiliar vor Gaststätten gibt. Im Gegenteil: die unterschiedliche Möblierung vor Kneipen, Bars und Restaurants würde ausdrücklich dazu beitragen, dass sich großstädtisches Flair verbreitet. „Eine Vereinheitlichung der City-Gastronomie ist daher das Letzte, was wir uns für Dortmund wünschen“, so Pisula.


Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Uwe Waßmann, kann sich überhaupt nicht mit dem Vorschlag der Verwaltung anfreunden. Die Gestaltungsrichtlinien seien quasi ein Vertrag zu Lasten Dritter, der die City-Gastronomen über Gebühr einengen und finanziell belasten würde.


Bereits in der Vergangenheit waren die Gastronomen gezwungen worden, hohe Investitionen vorzunehmen, um z.B. das sogenannte Nichtraucherschutzgesetz umzusetzen. Waßmann rechnet daher exemplarisch vor, was für Belastungen auf einen Innenstadtgastronomen zukommen könnte, wenn sich der Vorschlag der Verwaltung zur einheitlichen Gestaltung durchsetzen würde. So würde z.B. ein großer Sonnenschirm, wie er beispielsweise auf dem Alten Markt verwandt wird, circa 3.000,- Euro kosten. „Und manche Gastronomen haben auf dem Alten Markt durchaus 10 Sonnenschirme im Einsatz, so dass dies Kosten von 30.000,- Euro pro Gastronomiebetrieb hervorrufen würde“. Nicht eingerechnet wären dabei die Kosten für neue Bestuhlung sowie für Begrünung und Pflanzkübel. „Da kämen dann ganz schnell einmal 50.000,- Euro für einen einzigen Betrieb zusammen. Das möchten wir den City-Wirten ausdrücklich nicht zumuten“, so Waßmann.


Die CDU-Fraktion geht daher davon aus, dass die Vereinheitlichung und Standardisierung des Stadtbildes auch bei den anderen Fraktionen auf wenig Zustimmung stoßen wird, so dass die Verwaltungsvorlage schnellstmöglich „eingestampft“ wird.


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