Das strikte Rauchverbot in NRW ist
 nun beschlossene Sache. Eventuelle
 Ausnahmen für kleine Eckkneipen sind
 vom Tisch. Eine sehr bedauerliche Ent-
 scheidung, findet die ordnungspolitische 
 Sprecherin der CDU, Christiane Krause.
 Ihrer Meinung nach wird hier ein Gesetz
 geschaffen, dessen Auswirkungen noch
nicht abschätzbar sind.



Dazu Krause:
 „Mit dem strikten Rauchverbot in Gaststätten zerstört die Landesregierung, eine Kultur, die gerade auch in Dortmund breit aufgestellt ist. Für Viele gehört eine Zigarette zum „Bierchen“ dazu, ob nun nach Feierabend, am Wochenende oder bei Veranstaltungen. Es ist nicht nur ein eklatanter Eingriff in das Freizeitverhalten der Menschen, die sich entschieden haben, in eine „Raucherkneipe“ zu gehen, um dort in Gesellschaft zu trinken und zu rauchen. Man nimmt damit auch in Kauf, dass viele dieser kleinen Eckkneipen aufgrund ausbleibender Gäste bald schließen müssen. Gerade in den „närrischen Hochburgen“ wird es zur Karnevalszeit schwer zu vermitteln sein, dass in Gaststätten nicht mehr geraucht werden darf. Das ganze grenzt für mich schon an mutwillige Zerstörung eines Freizeitwertes.“


Krause, selbst seit 12 Jahren Nichtraucherin, hat kein Verständnis dafür, dass man den Bürgern nicht selbst die Entscheidung überlässt, ob sie sich in Raucherkneipen aufhalten oder nicht. Das Argument, eine Ausnahmegenehmigung für die kleine Eckkneipe erschwere die Kontrolle lässt sie nicht gelten. Es gäbe noch keinerlei Hinweise, wie die Einhaltung der neuen Verordnung überhaupt kontrolliert werden könne. „Sollen wir beim Ordnungsamt etwa zig neue Stellen dafür einrichten oder soll vielleicht die Polizei demnächst auf „Raucherfang“ gehen?“ fragt die CDU-Politikerin verständnislos.


„Ich dachte immer, wir in Nordrhein-Westfalen seien eine Gesellschaft der Toleranz, der Geselligkeit und Offenheit. Nur leider wohl nicht, was das Rauchen angeht. Die Landesregierung sollte auf die Eigenverantwortung der Bürger setzen und sie nicht wie Schulkinder gängeln. Damit unterstellt sie ja jedem Gast in einer Kneipe, ihm sei nicht bewusst, dass er eventuell gerade als Passivraucher seine Gesundheit gefährdet und spricht ihm somit gleichzeitig jede Eigenverantwortung ab“, so Krause abschließend.


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