In der letzten Sitzung des Ausschusses
 für Kinder, Jugend und Familie brachte
 die CDU einen Prüfauftrag ein, die jetzige
 dürftig besuchte Jugendfreizeitstätte
 „Brauks“ in Brackel zu einer Kindertages-
 stätte, in der U 3-Betreuung stattfinden
 kann, umzubauen. Ein Grund dafür war,
 dass in die Jugendfreizeitstätte laut
 Haushaltsplan 2012 in den Jahren 2011
bis 2015 jedes Jahr 90.000 Euro für Sanierungsmaß-
nahmen fließen sollte. Wie sich allerdings in der Sitzung
heraus stellte, sind diese 450.000 Euro ein Tippfehler,
da die Sanierungsmaßnahmen – bis auf die Toiletten-
sanierung – bereits abgeschlossen seien.



Für Christian Barrenbrügge, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, ist das kaum fassbar: „Die Stadt Dortmund steht kurz vor der Haushaltssicherung, unter anderem weil das Jugendamt Nachforderungen in zweistelliger Millionenhöhe angemeldet hat. Wenn ich dann höre, dass Zahlen im Haushaltsplan als „Tippfehler“ abgetan werden, sträuben sich mir die Nackenhaare. Gerade vom Jugendamt sollte man jetzt einen sensiblen Umgang mit den Haushaltszahlen erwarten. Da ist es absolut nicht akzeptabel, dass fast eine halbe Million Euro als Fehler lapidar eingeräumt wird.“


Die CDU befürchtet, dass der vorgelegte Haushalt des Jugendamtes an weiteren Ecken hakt. Im Falle „Brauks“ sei dies jetzt offensichtlich geworden. Wo aber seien noch weitere „Tippfehler“ versteckt, die nicht weiter auffallen, fragt sich Barrenbrügge.


„Es ist ja fast schon charakteristisch für das Jugendamt, dass Zahlen nicht stimmen oder erst gar nicht genannt werden. Vor dem Hintergrund aber, dass aufgrund eines Prüfauftrags von uns erst dieser Fehler auffiel, ist für mich der ganze Haushaltsentwurf fraglich. Auf der einen Seite will das Jugendamt Verständnis für die ständigen Millionen-Nachforderungen. Aber es ist nicht in der Lage, einen sauberen Haushaltsplan vorzulegen?! Wenn ich Vertrauen schaffen will, dann mit Ehrlichkeit und Qualität. Mit dilettantischen Fehlern allerdings schaffe ich das nicht, so Barrenbrügge abschließend.“


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