Bereits 2009 im Sozialausschuss beschlossen,
 war in der gestrigen Sitzung des Bürgerdienste-
 ausschusses – als zuständiges Gremium – der
 Antrag der CDU-Fraktion, eine Ehrenamts-
 karte einzuführen, erneut zur Abstimmung auf
 der Tagesordnung. Eine Mehrheit konnte dafür
 leider nicht gefunden werden. Die Karte war
 von der CDU beantragt worden, um ehrenamt-
 liche Arbeit in der Stadt im besonderen Maße
zu würdigen. Mit der Ehrenamtskarte sollten die Inhaber in
den Genuss von Vergünstigungen, wie beispielsweise
ermäßigter Eintritt in städtische Einrichtungen, kommen.



„Eine Karte, die den ehrenamtlich Tätigen in dieser Stadt als Wertschätzung für ihre Arbeit ausgestellt werden sollte, fand leider keine Mehrheit“, bedauert die ordnungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Christiane Krause.“ Für mich völlig unverständlich, dass sich sowohl SPD als auch die Grünen gegen diese Karte ausgesprochen haben, ist es doch ein Projekt, was von der Rot/Grünen Landesregierung stark gefördert und unterstützt wird. Das Argument von entstehenden Kosten, die wiederum den Haushalt belasten, ist für mich unbegründet. Wir haben eine Freiwilligen Agentur, die bereits mit den Ehrenamtlichen in dieser Stadt arbeitet, und wir haben das Büro für Bürgerinteressen und Zivilgesellschaft. Dort hätte man sicherlich Personalkapazitäten frei schaufeln können. Lediglich für Porto- und Papierkosten hätte die Stadt aufkommen müssen. Wenn wir uns die paar Euro nicht mehr leisten können, ist das ein Armutszeugnis und zeugt von geringer Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit.“


Der Antrag der Grünen, den Dortmund-Pass und die Ehrenamtskarte zu einer „Dortmund-Karte“ zusammen zu fassen, macht für die CDU keinen Sinn. Denn eine Ehrenamtskarte soll in besonderer Weise die in weiten Teilen ehrenamtlich, somit unentgeltlich für die Allgemeinheit erbrachten Leistungen der zahlreichen Aktiven honorieren. Statt Bürokratieabbau sieht Krause hier Bürokratieaufbau. Und auch die Begründungen, es gebe in Dortmund bereits vielfältige „Dank-Veranstaltungen“ für Ehrenamtliche, wie beispielsweise die Einladung zum Neujahrsempfang des OB, ist für Krause nicht ausreichend, werden hier doch nur einige wenige von Hunderten angesprochen.


„Eine Stadt wie Dortmund würde ohne das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürgern zum erliegen kommen. Dass sich Menschen ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen um ihre Mitmenschen kümmern, ist doch gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Solche Werte sollte einer Stadt doch zumindest ein „Danke schön“ Wert sein. Die Ehrenamtskarte ist bereits in über 100 Städten in Nordrhein-Westfalen eingeführt und führt allerorts zu durchweg positiven Resonanzen. Nur Dortmund wehrt sich vehement. Warum man nicht auf ein gesatteltes Pferd aufspringen will, mit dem man hunderten von Menschen seinen Dank zum Ausdruck bringen kann, eröffnet sich mir nicht.“


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