Ulrich Monegel: „Verlust an journalistischer Vielfalt, Qualität und Wettbewerb“


  Mit Überraschung und großem
  Bedauern nimmt die CDU-Fraktion
  die beabsichtigte Schließung der
  Redaktion der „Westfälischen Rundschau“
  zur Kenntnis.
  Fraktionsvorsitzender Ulrich Monegel
  erklärt hierzu:



„Damit geht ein Stück Vielfalt, journalistischer Qualität und Farbigkeit speziell auch lokaler Berichterstattung in Dortmund verloren. Im Vergleich auch zu anderen Großstädten des Ruhrgebiets kann und konnte Dortmund bezüglich der regionalen und lokalen Berichterstattung bislang stolz sein auf den sich gegenseitig befruchtenden Wettbewerb verschiedener eigenständiger Zeitungs- und Medienredaktionen. Dieser Wettbewerb war und ist qualitäts- und leistungsfördernd, hat alle noch besser gemacht und garantiert hohes Niveau.“


Die Planungen der Essener WAZ-Mediengruppe, zu der auch die Westfälische Rundschau gehört, die Zeitung trotz Aufgabe redaktioneller Eigenständigkeit  erhalten zu wollen, sie jedoch mit Inhalten Dritter zu bestücken, erscheine als „Flickwerk“, wie auf ein Sterben auf Zeit angelegt, somit unwürdig für eine über Jahrzehnte geschätzte bedeutende Zeitung im östlichen Ruhrgebiet. „Diese Entscheidung bedeutet eine Verarmung der Zeitungslandschaft in Dortmund ohne dass klar ist, ob für die größte Stadt des Ruhrgebiets hätte evtl. auch eine andere Option seitens der WAZ-Gruppe in Betracht gezogen werden können.“


Die Rundschau habe zwar seit jeher als eine eher der SPD nahestehende Zeitung gegolten, so Monegel. Faktisch habe die WR-Redaktion in Dortmund hingegen immer hohe Wertschätzung genossen für unabhängigen Qualitätsjournalismus, kritisch-faire Berichterstattung, sorgfältige Recherche und meinungsfreudige Kommentare. „Sie sind und waren immer dicht dran an den Themen, die die Menschen in Dortmund bewegen“, lobt Monegel die Arbeit der WR-Redakteure. Schließlich sei journalistisch kritische Begleitung des politischen Geschehens und seiner Akteure unverzichtbares Element auch lokaler Demokratie.


Den 120 Beschäftigen der Westfälischen Rundschau sei zu wünschen, dass es möglichst vielen gelingen wird, ihren beruflichen Weg im angestammten Metier fortsetzen zu können. Die Zeitung gehört zum Frühstückstisch, wie der Kaffee. Für den, der informiert sein will, wird kein Internet der Welt die morgendliche Lektüre der Lokalnachrichten ersetzen können“, so Monegel.


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