Thomas Pisula: „Es fehlen Hinweise auf das kulturelle Angebot der Stadt“


  Nach Willen der CDU-Ratsfraktion
  soll das Dortmunder ÖPNV-Netz bessere
  Hinweise auf das kulturelle Angebot der
  Stadt liefern. Thomas Pisula, planungspoli-
  tischer Sprecher der Fraktion, begründet
  die Initiative wie folgt: „Fährt man mit der
  U-Bahn durch die Stadt, gibt es bisher
  keinerlei Hinweise auf Theater, Museen oder sogar das Dortmunder U. Das wollen wir geändert haben.“



Namensergänzungen wünscht sich die CDU-Fraktion insbesondere für die bisherige Haltestelle „Stadtgarten“, die zukünftig „Stadtgarten/Theater“ heißen soll und für die Haltestelle „Westentor“, die in „Westentor/Dortmunder U“ umbenannt werden soll. Auch die Stadtbahnhaltestelle „Fredenbaum“ soll einen kulturellen Bezug bekommen und zukünftig „Fredenbaum/Naturkundemuseum“ heißen.


Neben Umbenennungen von Haltestellen kann sich die CDU-Fraktion auch vorstellen, dass bei den Lautsprecherdurchsagen in den U-Bahnen („nächster Halt: Kampstraße“) ergänzende Hinweise erfolgen, um beispielsweise auf das Konzerthaus aufmerksam zu machen.


Pisula weist darauf hin, dass solche Umbenennungen problemlos möglich sind. Die Essener Haltestelle „Saalbau“ heiße beispielsweise seit der Eröffnung des dortigen Konzerthause „Philharmonie/Saalbau“. Auch in Dortmund gäbe es Beispiele für mehr oder wenige gelungene Umbenennungen:



  • Die PKW-Haltestelle (Parkhaus) Stadtgarten heißt nunmehr „Rathaus/Stadtgarten“

  • Die DB-Haltestelle Westfalenstadion trägt seit einiger Zeit den Namen eines Dortmunder Versicherungskonzerns

  • Die Bushaltestelle der Buslinien 453 und 456 „Kohlensiepenstraße“ trägt den Namen eines Einfamilienhauses, sie heißt „Kohlensiepenstraße/E-Plus Haus“ (Abkürzung für das Energie Plus Haus am Phoenix-See).

Pisula abschießend: „Wenn die Dortmunder Stadtwerke ihre Haltestellen schon nach – zugegebenermaßen sehr fortschrittlichen – Einfamilienhäusern umbenennt, so müsste es doch auch möglich sein, mit geringem finanziellen, organisatorischen und zeitlichen Aufwand besucherfreundlichere Hinweise im ÖPNV-Netz zu geben, die letztendlich auch dazu führen können, dass insbesondere die erwähnten Kultureinrichtungen der Stadt noch stärker in das Licht der Öffentlichkeit geraten.“


 


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