CDU wünscht sich Optimierungskonzept


 Den Antrag der SPD-Fraktion im Bürgerdienste-
 Ausschuss am morgigen Dienstag zu Verän-
 derungen bei den Bürgerdiensten hält die
 ordnungspolitische Sprecherin der CDU,
 Christiane Krause, für viel zu kurz gesprungen.
 Sprechstunden nur nach Terminvergabe allein
 an den Nachmittagen und am Mittwoch-
 vormittag seien keine ausreichende Maßnahme,
 um einen geordneten Betrieb für Kunden und
Mitarbeiter zu gewährleisten. Auch eine Optimierung des
Online-Angebotes der Bürgerdienste sei schnell kaum zu 
realisieren. So werde man das Problem weder kurzfristig,
noch langfristig und dauerhaft in den Griff bekommen.



„Um die größtenteils stark überlasteten Mitarbeiter der Bürgerdienste auch langfristig zu entlasten, muss ein komplett neues Organisationskonzept her“ so Krause. „Bei den Bürgerdiensten in der Innenstadt sitzen die Mitarbeiter in einem absolut nicht mehr zeitgemäßen Großraumbüro und kämpfen mit dem Problem der überfüllten Wartehallen. Hier wird dringend ein Konzept benötigt, das die Arbeitssituation der Mitarbeiter verbessert, aber auch den Ansprüchen der Kunden gerecht wird. Dabei denke ich beispielsweise an eine Umgestaltung des Großraumbüros in der Berswordthalle. Hier könnten mit wenig finanziellem Aufwand die bereits bestehenden Modulwände so umgewandelt werden, dass eine separate Wartehalle für die Bürger entsteht. Es muss auch überlegt werden, ob man für die Bearbeitung der Bürgerangelegenheiten nicht komplett auf Terminvergabe umsteigen sollte. Schließlich funktioniert das bei Ärzten und Friseuren auch – wer einen Termin hat, wird „pünktlich“ aufgerufen, wer keinen hat, muss mit Wartezeit rechnen.“


Weil die Zustände in den einzelnen Bezirksverwaltungsstellen wegen Personalmangels zeitweilig unzumutbar geworden sind, schlägt Krause vor, hier künftig die Reißleine zu ziehen.


„Die Abarbeitung der Bürgeranfragen darf nicht auf Kosten der Mitarbeitergesundheit in den Bezirksverwaltungsstellen stattfinden. Will ich nachhaltig dafür Sorgen, dass die Mitarbeiter gern und gesund zur Arbeit kommen, darf in Personalengpass-Situationen notfalls eine Bezirksverwaltungsstelle auch mal vorübergehend geschlossen werden. Natürlich muss man den Bürgern die Wege so einfach und kurz wie möglich anbieten. In einer Stadt wie Dortmund, mit sehr guten ÖPNV-Verbindungen in die Innenstadt bzw. in benachbarte Stadtteile ist die vorübergehende Schließung einer Bezirksverwaltungsstelle aber sicher vertretbar. Denn es ist Niemandem gedient, wenn überlastete Mitarbeiter krank und ausgebrannt längere Zeit ausfallen. Dafür haben auch die Bürger Verständnis“, so Krause abschließend.


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