Ja zu Reihenhäusern – Nein zu öffentlicher Förderung

  Die CDU-Fraktion hat sich in der
  Diskussion über den Wohnungsbau
  am südlichen Phoenixsee-Ufer die
  Karten gelegt. Einer Änderung des
  Bebauungsplans für den südlichen
  Seebereich, um dort auch Reihenhäuser
  zu ermöglichen, werde man selbstverständlich
  zustimmen. „Für eine öffentliche Förderung des Wohnungsbaus im Kernbereich des Wohnquartiers sehen wir aber nach wie vor keine Notwendigkeit“, so der planungspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Thomas Pisula.



Die CDU-Fraktion weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bereits jetzt am Nordufer 48 Mehrfamilienhäuser mit ca. 400 Wohnungen entstanden sind. Am Südufer kommen nochmals 37 Mehrfamilienhäuser mit mehr als 350 Wohneinheiten hinzu. „Darauf packen wir jetzt fünf weitere Bereiche, wo anstatt Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften nunmehr Reihenhäuser entstehen sollen. Damit ist einer ausgewogenen sozialen Durchmischung am See mit einem austarierten Mix aus Eigentum und Miete unserer Meinung nach vollkommen genüge getan“; so Pisula.

  Der wirtschaftspolitische Sprecher der
  CDU-Fraktion Uwe Waßmann ergänzt, dass
  die neuen Wohnquartiere rund um den See
  von Anfang an für höherwertiges Wohnen
  vorgesehen waren und nicht für öffentlich
  geförderten Wohnungsbau. Umso ärgerlicher
  sei jetzt, dass aufgrund der Intervention der
  Grünen im Rat und das verspätete und wahlkampftaktische „ins Spiel bringen“ von sozialem Wohnungsbau die Vermarktung der Flächen am südlichen Seeufer gestoppt worden ist. Waßmann weiß, das es für die ca. 170 Grundstücke bereits über 300 Interessenten gegeben hat, 50 Prozent davon von außerhalb Dortmunds. „Das Interesse ist riesig und wir brauchen in Dortmund dringend Kaufkraft und Steuerkraft. Wir müssen als Stadt auch attraktiv für hochqualifizierte und gut bezahlte Arbeitskräfte sein und hochwertigen Wohnraum vorhalten. Es bringt uns wenig, wenn die Menschen zwar in Dortmund arbeiten, aber auf dem Ahlenberg in Herdecke wohnen und Steuern zahlen. Darüber hinaus darf die Refinanzierung des Projekts Phoenixsee nicht gefährdet werden. Ich möchte daran erinnern, dass 50% der Gesamtkosten von 230 Mio € über Grundstücksverkäufe refinanziert werden sollen“, so Waßmann mit Blick auf die leere Stadtkasse.
Wohlwollend prüfen wird die CDU-Fraktion jedoch noch den neuesten Vorschlag der Verwaltung, entlang der Schüruferstraße zwischen den Hausnummern 4 und 42 Teilbereiche der Flächen zu Konditionen zur Verfügung zu stellen, die für Normalverdiener – Familien geeignet sind. „Wir sollten keine Energien auf Debatten über öffentlich geförderten Wohnraum am See führen, für die es sowieso auch zu niedrigeren Preisen keine Investoren gibt. SPD und Grüne sollten lieber Druck auf die Landesregierung ausüben, damit das Land NRW zügig die zugesagte Wohnraum – Förderung für alle Familien in Dortmund und in NRW umsetzt, damit wäre ganz Dortmund gedient!“ sagen Pisula und Waßmann abschließend.


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