CDU fordert Überarbeitungsbedarf


 Die CDU-Fraktion nimmt mit Freude zur
 Kenntnis, dass das Dortmunder Jugend-
 amt ein neues Konzept zur Förderung
 der Dortmunder Kinder und Jugendlichen
 erstellt hat, welches der Rat nun be-
 schließen soll.




Dazu der jugendpolitische Sprecher der CDU Christian Barrenbrügge:
„Das 46 Seiten starke Papier liefert eine exzellente Darstellung der nicht einfachen Situation der Jugendgesellschaft in Dortmund. Allerdings gelingt es in diesem Papier nicht aufzuzeigen, wie das Jugendamt beabsichtigt, die staatlichen Vorgaben zu erreichen und alle Problembereiche einzubinden, wie beispielsweise die Situation der obdachlosen Jugendlichen. Das als Konzept titulierte Werk macht den Eindruck einer Wirklichkeitsanalyse mit perspektivischem Ausblick! Unklar bleibt in der Vorlage, wie definierte Probleme angegangen oder welches Förderziel exakt erreicht werden soll.“


Das Konzept wird Grundlage für alle zukünftigen fachlichen Entscheidungen sein. Daher ist es für Barrenbrügge unzulänglich, wenn jegliche Aussagen zu personellen Bedingungen oder Kosten ausgeklammert werden! Ist das Papier teilweise sehr ausführlich, so offenbart es andererseits Schwächen, wenn beispielsweise die schulbezogene Jugendarbeit in nur drei Absätzen behandelt oder die wichtige Jugendsozialarbeit nur gestreift wird.


„Neben inhaltlichen Schwächen werden auch Definitions-Neuschöpfungen gebildet, die im Kinderhilfegesetz nicht auftauchen und man sich fragen muss, ob es legal ist, wenn aus Jugendfreizeitstätten nun „Bürgerzentren“ werden sollen? Ebenfalls erstaunlich erscheint es, dass das „Abhängen“ oder neudeutsch „Chillen“ nun Gegenstand von Angeboten und somit Förderziel (!) in Freizeitstätten werden soll? Man muss aber dem Jugendamt auch zu Gute halten, dass erkannt wurde, dass nun die Jugendfreizeitstätten Öffnungszeiten erhalten sollen, die den Kundenwünschen entsprechen sollen – eine Forderung die wir als CDU seit 2007 erheben. Allerdings lässt das Konzept – wie auch an vielen anderen Stellen – offen, wann mit einer Umsetzung exakt begonnen wird. Aus den vorgenannten Gründen ist erst nach einer Präzisierung dieses Papiers mit einer Zustimmung dieser Ratsvorlage durch die CDU zu rechnen!“, so Barrenbrügge abschließend.


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