Barrenbrügge: „Reformierung an einigen Stellen nötig“


Die Stadt kürzt die Betreuungszeiten in den Kinder-
 tageseinrichtungen, die Eltern gehen
 auf die Barrikaden – verständlicherweise.
 Denn diese müssen spontan nach Lösungen
 suchen, wie sie Familie und Beruf künftig
 vereinbart bekommen. Christian Barren-
 brügge, jugendpolitischer Sprecher der
 CDU-Fraktion, sieht es als positiv an,
 dass die Stadt nun eine Kompromisslösung
anbietet und in 14 Kitas weiterhin längere
Öffnungszeiten anbietet. Doch kann dies laut Barrenbrügge
nur eine Übergangslösung darstellen. Eine Alternative stellt
für ihn einerseits die Anpassung der Elternbeiträge dar,
andererseits sollten die Eltern selbst aktiv mit „ins Boot“
geholt werden.



„Die Gewährleistung einer Kinderbetreuung sollte Priorität in einer Stadt haben“, so Barrenbrügge. Dass die längeren Öffnungszeiten nun nicht weiter finanzierbar sind und, dass Personal fehlt ist nachvollziehbar. Es muss also nach Lösungen gesucht werden, damit Eltern auch weiterhin eine garantierte Betreuung ihrer Kinder über 45 Stunden hinaus haben. Eine Lösung könnte hier durchaus die Anpassung der Elternbeiträge sein. In Dortmund werden Kinder, deren Eltern ein Jahreseinkommen unter 18.000 Euro haben, kostenfrei in einer Kita betreut. Vergleicht man dies beispielsweise mit der Stadt Essen, liegt hier die beitragsfreie Grenze bei 13.000 Euro. Vergleicht man die Beitragshöhe für Eltern, bei einem  Einkommen bis 36.000 € bzw. in Essen bis 37.000 € sieht man, dass in Essen der doppelte Beitrag erhoben wird, als in Dortmund (Dortmund: 25 h- 43 €, Essen: 25 h – 88 €). Angesichts dieser Zahlen sollte eine moderate Erhöhung der Gebühren in Dortmund bzw. eine Änderung der Freigrenze erwogen werden.“


Bei der Problematik des Personalengpasses sieht Barrenbrügge auch eine Möglichkeit in der Einbeziehung von Eltern, die in den späteren Stunden dafür mit Sorge tragen könnten, dass Eltern flexibler ihre Kinder aus der Kita abholen können.


„Wir werden zur nächsten Sitzung des FABIDO-Betriebsausschusses am 17. April auch einen Prüfauftrag einreichen der klären soll, inwieweit Eltern in den Randzeiten zur Kinderbetreuung mit eingebunden werden können. Durch den weiteren Ausbau der Tagesbetreuung – gerade bei den Unter-drei-jährigen – gibt es einen enormen Bedarf an ErzieherInnen, die aber in dem Maße nicht vorhanden sind. Wenn man also quasi eine „Elterninitiative“ in einer städtischen Kita integrieren könnte, würde man einen Synergieeffekt schaffen, der für alle Beteiligten Vorteile mit sich bringt, “ so Barrenbrügge abschließend.“


Verantwortlich: