„Armutsrisiko ist beschämend für Dortmund“


  Die CDU-Ratsfraktion fordert sowohl die
  Stadtverwaltung als auch die politischen
  Parteien zum konsequenteren Handeln für
  mehr Arbeitsplätze in der Stadt auf und
  kritisiert die regelmäßigen Rufe nach mehr
  Geld vom Bund. Ebenso muss die
  Bevölkerung mehr Bereitschaft zeigen,
  Arbeitslosigkeit in einer Solidargemeinschaft abzubauen.



„Unser Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich in Arbeit zu bringen, weil gut bezahlte Arbeit die beste Sozialpolitik ist. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen aber nicht nur Papiere vollgeschrieben und ständig Verantwortung abgeschoben werden, sondern Dortmund muss seine Hausaufgaben besser machen“, fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Uwe Waßmann.


Dazu gehört unter anderem, dass die Wirtschaftsförderung sich konsequenter um die Ansiedlung von ordentlich bezahlten Industriearbeitsplätzen einsetzt.


„Die Industrialisierungsquote in Dortmund ist deutlich unterentwickelt. Allein durch Dienstleistungsgewerbe und neuen Technologien oder Logistik kommen wir nicht aus dieser Misere heraus. Wir müssen stärker in Konkurrenz zu unserem Umland gehen. In Südwestfalen herrscht nahezu Vollbeschäftigung und dazu verhelfen z.B. Unternehmen im Bereich Maschinenbau oder metallverarbeitende Betriebe“, erläutert Waßmann.


Aus Sicht der CDU kann die Arbeitslosigkeit und somit das Armutsrisiko ein deutliches Stück verringert werden, wenn sowohl die Politik als auch die Verwaltung konsequenter an den vorhandenen Plänen arbeiten. Das Klima in der Stadt muss wirtschaftsfreundlicher werden.


„Es ist inakzeptabel, dass nach der Verabschiedung des Masterplans Wirtschaftsflächen noch kein einziges Projekt daraus umgesetzt wurde. Es ist genauso inakzeptabel, wenn die, die am lautesten dem Bund gerne die Schuld geben, vor Ort die größten Verhinderer sind, wenn es um die Nutzung von Flächen für neue Unternehmen geht, die natürlich Verkehr oder andere Begleitumstände mit sich bringen. Ebenso muss sich die Dortmunder Stadtgesellschaft fragen, welchen Beitrag sie denn leisten kann. Es ist beschämend, wie viele Widerstände es gibt, wenn die Wirtschaft vor Ort Vorfahrt haben soll. Egal ob Buddenacker, Groppenbruch, KHS und viele andere Beispiele; die Verhinderer formieren sich. Dabei steht das Thema Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei Umfragen in Dortmund regelmäßig ganz oben. Allerdings am besten nicht vor meiner Haustür. Hier braucht es mehr Solidarität für mehr und besser bezahlte Arbeit in unserer Stadt“, so der CDU-Wirtschaftsexperte Waßmann


Die CDU hält es für falsch, lediglich nach mehr Geld zu rufen, um Armutsrisiken zu mindern. Dabei wird der Wert von guter Arbeit für das Selbstwertgefühl der Menschen völlig ausgeblendet.


„Wir wollen einen effektiven Einsatz der vorhandenen Mittel für Arbeitsmarktpolitik, damit Menschen in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können und lehnen dauerhafte öffentlich geförderte Arbeitsplätze ab. In den letzten Jahren wurden Millionenbeträge ohne jeden positiven Effekt verbrannt. Es muss ein Umdenken in unserer Stadt eintreten“, fordert Uwe Waßmann.


Dabei nimmt die CDU auch den Oberbürgermeister in die Pflicht.
„Herr Sierau hat es sich zum Ziel gesetzt, die Arbeitslosigkeit in seiner Amtszeit unter 10 % zu senken. Daran wird er sich messen lassen müssen. Vor allem aber muss er vor Ort die richtigen Prioritäten setzen. Es ist nicht zielführend, wenn er sich neue Arbeitsplätze wünscht, jedoch die Verhinderer bei Ihrem Protest im Zweifel noch unterstützt. Sein ständiges Rufen nach dem Bund ist ebenfalls wenig hilfreich.
In Dortmund müssen noch Hausaufgaben gemacht werden“, sagt Waßmann abschließend.


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