Barrenbrügge: „Dringend Nachsteuerungsbedarf“


 Die in Teilen nicht immer plausible Antwort
 auf eine CDU-Anfrage im Ausschuss für
 Kinder, Jugend und Familie bezüglich der
 Sprachstandserhebung „Delphin4“ macht
 deutlich, dass in Dortmund im Jahr 2012
 von 4758 getesteten Kindern die Stufe 1
 1253 als auch 1778 Kinder die Stufe 2 nicht
 bestanden haben, dass bedeutet eine
Durchfallquote von z.T. über 37%. Für den
jugendpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Christian
Barrrenbrügge, mehr als alarmierend, denn die Zahlen aus
den Vorjahren sind auch schon länger Besorgnis erregend.  



Immerhin besuchte der Großteil dieser Kinder eine Kita. Für ihn ist klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um den Kindern einen optimalen Einstieg in die Schule und somit auch Gesellschaft zu ermöglichen und, um den Kindern eine bestmögliche Schulausbildung zu gewährleisten.

„Kinder, mit starken deutschen Sprachdefiziten, werden es generell sehr schwer haben, überhaupt in den ersten Jahren in der Schule den Anschluss zu finden,“ meint Christian Barrenbrügge. Wenn aber bereits zu Beginn in der Kita festgestellt wird, dass mehr als ein Drittel der Kinder den Sprachtest nicht bestanden haben, zeigt sich für uns als CDU ein dringender Handlungsbedarf. Ob dieser Bedarf alleine durch Sprachfördermaßnahmen in den einzelnen Kindertageseinrichtungen erfolgen kann, bleibt abzuwarten. Für Dortmund ist ein noch intensiverer Förderbedarf offenkundig!“


Barrenbrügge will in einer weiteren Anfrage geklärt wissen, welche genauen Förderprojekte seitens der Stadt oder der Freien Träger sich dieser Problematik annehmen und, wie diese von den Eltern bzw. den Kindern angenommen werden. Darüber hinaus muss geklärt werden, wie die „Delphin5-Sprachstandserhebungen“ in der Schule verlaufen. Denn ähnlich eklatante Durchfallzahlen, wie in der Kita, kann sich eine Stadt kaum leisten.


Barrenbrügge abschließend:
„Die Sprache ist die Basis von Allem. Wer sich nicht in seinem Umfeld verständigen kann, wird schnell zum Außenseiter. Und wer aufgrund von mangelhaften Sprachkenntnissen einen schlechten Schulstart erwischt, der wird es anschließend kaum schaffen, dieses Defizit wieder wett zu machen. Das Ergebnis sind am Ende Schulabgänger ohne Schulabschluss, Jugendliche ohne Lehrstelle und daraus resultierend junge Erwachsene ohne Arbeitsplatz. Und wenn ich jetzt mal ein Negativ-Szenario entwickele und die gut 1/3 der Kinder, die nicht die Sprachtests bestehen in 15 Jahren sehe, dann haben wir ein auf die Stadt immer größer zukommendes soziales Problem. Sowohl menschlich tragisch, als auch gesellschaftspolitisch gesehen finanziell katastrophal.“


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