Krause: „24-Stunden-Schicht muss Ziel in Dortmund sein!“


 In einem Antrag zur Sitzung des Bürger-
 dienste-Ausschusses in dieser Woche
 forderte die CDU die Aufstockung der
 Ordnungspartner um weitere 24 Mitar-
 beiter beim Ordnungsamt. Damit soll
 zum einen gewährleistet werden, dass
 sich künftig in allen Stadtbezirken die
 objektive Sicherheitslage verbessert
 und sich bei den Bürgern das subjektive
Sicherheitsgefühl erhöht.



Zum anderen sollen die Ordnungs-kräfte durch eine 24-Stunden-Schicht auch in den Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden unterwegs sein. Die Ratskollegen der anderen Fraktionen, denen in der Ausschuss-Sitzung ein entsprechender CDU-Antrag vorlag, ließen sich jedoch noch nicht von der Notwendigkeit der Aufstockung
überzeugen.
Ein Argument der SPD war unter anderem, dass sich seitens der Stadt dafür keine Mitarbeiter finden ließen. Eine Begründung, die die ordnungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Christiane Krause, nicht gelten lässt.

„Die Aufrechterhaltung der Ordnung in Dortmund ist originäre Aufgabe der Stadt“, so Krause. Momentan konzentrieren sich die vorhandenen 24 Doppelstreifen der Ordnungspartner schwerpunktmäßig auf die Bereiche Nordstadt, Innenstadt und die Stadtteile Dorstfeld und Westerfilde, da hier besonderer Handlungs- bzw. Einsatzbedarf besteht. „Alle anderen Stadtteile erfahren dadurch aber eine Vernachlässigung bzw. Benachteiligung, die den Bürgerinnen und Bürgern dort nicht gerecht wird. Denn überall wollen sich die Bewohner sicher fühlen und es gibt durchaus auch anderswo – denkt man z. B. an den Phoenix-See – großen Handlungsbedarf. Gerade in der wärmeren Jahreszeit kommt es an vielen Stellen der Stadt in den späten Abendstunden häufig zu Lärmbelästigungen durch alkoholisierte Personen im öffentlichen Raum.“


Dass sich bei einer Verwaltungsstärke von 10.000-Personen keine 24 Mitarbeiter für den ordnungspartnerschaftlichen Dienst finden lassen sollen, stelle der Personalverwaltung ein Armutszeugnis aus und lässt Krause vermuten, dass es ihr an der nötigen Motivationskraft fehlt.


„Natürlich erfordert der Dienst bei den Ordnungspartnern entsprechende mentale und körperliche Voraussetzungen. Aber der Job ist doch nicht so unattraktiv, dass die Personalverwaltung behaupten kann, keine 24 Personen von insgesamt gut 10.000 Mitarbeitern zu finden, die diese Arbeit gerne machen würden. Der Verwaltung inkl. ihrer Führung sollte klar sein, dass sich der Wohlfühlfaktor einer Stadt sehr stark auch am Sicherheitsempfinden der Bürger bemisst. Wo der Mensch sich nicht sicher und geborgen fühlt, wird er sich nicht niederlassen. Zudem sollte jeder in Politik und Verwaltung wissen, dass das Land für die Wahrnehmung ordnungspolitischer Aufgaben keine Polizeikräfte mehr zur Verfügung stellt. Zu Einsätzen wegen Lärmbelästigung durch alkoholisierte Randalierer wird die Polizei künftig nicht mehr ausrücken. Die in Dortmund entstandene Sicherheitslücke muss die Stadt mit eigenen Ordnungskräften füllen. “, so Krause.


Dass der CDU-Antrag im Ausschuss jetzt erst einmal zu einem Prüfauftrag für die Verwaltung umgewandelt wurde, befriedigt Krause nicht. Es bleibe abzuwarten, ob Einsicht und Einlenken der anderen Fraktionen zu erwarten sei.


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