OB Sierau sollte in seinen Äußerungen Maß halten


  Die CDU Fraktion im Rat der Stadt
  erwartet von den Eigentümern der beiden
  evangelischen Krankenhäuser dafür Sorge
  zu tragen, dass beide Krankenhäuser
  erhalten werden.
  „Wenn es dafür nötig ist, auch private
  Beteiligungen einzubinden, ist das aus Sicht
  der CDU durchaus nicht verwerflich“, sagt Uwe Waßmann, Sprecher der CDU für Wirtschaft und Beschäftigung.



„Ziel muss es aus Sicht der CDU sein, die medizinische Versorgung im Einzugsgebiet der Häuser weiterhin zu gewährleisten. Eine wesentliche Säule dafür könnte zukünftig der Ausbau der Pflege in den Häusern sein. In den letzten Jahren wurde deutlich, dass insbesondere im Bereich der Pflege ein Wachstum zu verzeichnen ist. Wir erwarten daher, dass die Eigentümer auch mit Blick auf den demographischen Wandel jede Möglichkeit ausloten, damit die Krankenhäuser in Hörde und Lütgendortmund erhalten bleiben.
Vielleicht dient das erfolgreiche katholische Elisabeth-Krankenhaus in Dortmund-Kurl als Beispiel für strukturelle Anpassungen“, sagt Waßmann weiter.


Mit Blick auf das Klinikum kritisiert die CDU OB Sierau für seine despektierlichen Äußerungen in Richtung evangelischer Krankenhäuser während der Bilanzpressekonferenz für das Klinikum Dortmund.
„Herr Sierau wäre gut beraten, sich respektvoller zu verhalten. Etwa 600 Menschen und ihre Familien zittern derzeit um ihre Arbeitsplätze. Da wäre es sicher angemessener, sich für die Belange dieser Menschen einzusetzen, anstatt eine Art Triumph aufzuführen, der auf tönernen Füßen steht. Vor allem, weil das Klinikum noch lange nicht aus der Misere ist.
Jetzt wird eine schwarze Null gefeiert, die durchaus bemerkenswert ist. Die ist allerdings der neuen Geschäftsführung geschuldet, deren Sanierungskonzept die CDU grundsätzlich mit trägt. Aber auch das Klinikum wird noch harte Bewährungsproben durchstehen müssen, bevor man von einem Durchbruch sprechen kann. Der Weg stimmt und muss konsequent weiter beschritten werden. Das ist die Botschaft auch an die Beschäftigten des Klinikums.
Herr Sierau und seine SPD waren es, die mit dazu beigetragen haben, dass das Klinikum in Schieflage geraten ist. Man sollte nicht vergessen, dass die ehemalige, völlig fachfremde, Geschäftsführerin Frau Greive eine politische Besetzung war und das Klinikum in Schieflage gebracht hat. Herr Sierau als Aufsichtsratsvorsitzender war in den vergangenen Jahren ebenfalls nicht Herr der Lage und sollte daher als jemand, der im Glashaus sitzt, nicht mit Steinen werfen“, kritisiert Waßmann.


Vor dem Hintergrund, dass in der stationären und ambulanten Versorgung zukünftig nicht mehr mit Wachstumszahlen zu rechnen ist, erwartet die CDU verstärkte Anstrengungen aller Beteiligten, sich intensiv auch um den Bereich der Pflege zu kümmern.
„Wachstum und Beschäftigung kann auch zukünftig in der Pflege, dort insbesondere in der ambulanten Versorgung, erfolgen. Dafür ist jedoch eine nachhaltige Gewinnung von Fachkräften erforderlich, damit das Wachstum nicht begrenzt wird. Ich sehe viele Möglichkeiten, auch dem Dortmunder Arbeitsmarkt zu helfen, wenn verstärkt und gezielte Qualifizierung für den Bereich der Pflege durchgeführt wird“, sagt Waßmann abschließend.



 


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