Fachsprecher Sascha Mader fordert „Hochwasserrisikomanagementplan“


  Bei einem Ortstermin im Bereich der 
  vom letztenHochwasser am 12. Juli
  2014 besonders betroffenen Diedrichstraße
  in Marten informierten sich Mitglieder
  der CDU-Fraktion im Ausschuss für Bau,
  Verkehr und Grün über Gründe, die zu
  den wiederholten Überschwemmungen
  geführt hatten.


 



Fachkundig Auskunft erteilte der Leiter der Dortmunder Stadtentwässerung Dr. Christian Falk. Er erläuterte, dass die Bauarbeiten am Regenrückhaltebecken des Schmechtingbaches zügig voran gingen. Das zweite Starkregenereignis binnen sechs Jahren nach den verheerenden Niederschlägen im Jahr 2008 sei aber aus heutiger Sicht so nicht voraussehbar gewesen. Fakt sei auch, dass es einen 100%igen Schutz vor Hochwasser aus technischen und finanziellen Gründen nicht gäbe. Ziel müsse es vielmehr sein, mögliche Schäden durch umfangreiche Schutz- und Vorsorgemaßnahmen zu minimieren.



Der Sprecher im Fachausschuss für Bauen, Verkehr und Grün, CDU-Ratsmitglied Sascha Mader, äußerte vor diesem Hintergrund Verständnis für den Ärger und die Sorgen der betroffenen Anwohner der Diedrichstraße. Gleichzeitig äußerte er jedoch auch die Hoffnung, dass nach möglichst zügiger Beendigung der Erweiterungsmaßnahmen des Rückhaltebeckens Schmechtingsbach das Leid der Martener absehbar ein Ende haben wird.


Die CDU-Fraktion wird in der nächsten Sitzung des Bauausschusses die Folgen des Hochwassers als Punkt von besonderer Bedeutung thematisieren. Der neue Vorsitzende des Ausschusses, CDU-Ratsmitglied Thomas Pisula, wird dazu sowohl Vertreter der Emschergenossenschaft als auch den Eigenbetrieb Stadtentwässerung Dortmund um einen umfassenden Bericht im Ausschuss bitten.



Um zukünftige Folgen von Starkregenereignissen besser abschätzen zu können, fordert CDU-Ratsmitglied Sascha Mader die zuständige Bezirksregierung Arnsberg auf, konsequent an sogenannten Hochwasserrisikomanagementplänen weiterzuarbeiten. Ein Hochwasserrisikomanagementplan benennt Risikobereiche, Ziele und Maßnahmen, und zwar für alle Handlungsbereiche, die im Zusammenhang mit Hochwasser in der jeweiligen Region relevant sind. Der Plan soll für sechs Jahre (Zeitraum für den ersten Plan: 2015-2021) gelten. Die enthaltenen Maßnahmen werden mit Prioritäten, Zuständigkeiten und Umsetzungszeiträumen konkretisiert.


Sascha Mader abschließend: „Diese Pläne dürfen dann aber nicht in den Schubladen der Ämter verschwinden, sondern müssen allen betroffenen Anwohnern auch aktiv (z.B. im Internet) zur Verfügung gestellt werden, damit diese sich besser als bisher über die Risiken informieren und möglichst eigenständig auch Vorsorgemaßnahmen gegen Hochwasserschäden treffen können.“ 



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