Antrag zu TOP 3.2

für die Sitzung der Bezirksvertretung am 04. 11.2014

Die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost beschließt:

  1. Die Bezeichnung „Wagenfeldstraße“ wird beibehalten, jedoch mit der Klarstellung, dass Namensgeber nicht Karl Wagenfeld ist, sondern:
    Wilhelm Wagenfeld, Bauhaus-Schüler und Pionier des Industriedesigns, geb.15.04.1900, gestorben 28.05.1990.
    Auf diesen Namensgeber ist durch einen Zusatz auf dem Straßenschild hinzuweisen.
  2. Grundsätzlich sind vor einer angedachten Umbenennung einer Straße die davon betroffenen Anwohner schriftlich zu informieren, damit sie die Möglichkeit haben, Stellung zu beziehen, bevor die Bezirksvertretung über die Umbenennung entscheidet.

Begründung:
zu 1.:   Die Wagenfeldstraße muss nicht umbenannt werden, denn mit Wilhelm Wagenfeld gibt es eine Persönlichkeit, die es wert ist, durch eine Straßenbenennung geehrt zu werden; anders als dies bei Karl Wagenfeld der Fall ist.
Wilhelm Wagenfeld zählte als Bauhaus-Schüler zu den Pionieren des Industriedesigns. Er erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen.
Im zweiten Weltkrieg wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und musste aufgrund seiner Weigerung, der NSDAP beizutreten, an die Ostfront. Nach der Rückkehr aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft hatte er kurze Zeit eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Berlin inne. 1954 gründete er die Werkstatt Wagenfeld, die er bis 1978 betrieb.
Wagenfelds Design zeichnet sich durch zeitbeständige Gestaltung und zeitgemäße Funktionalität aus und war seinerzeit stilprägend. Einige seiner über 600 Entwürfe werden als sogenannte Design-Klassiker bis heute produziert. Viele Werke befinden sich in den Sammlungen namhafter Museen. (Quelle: Wikepedia)

zu 2.:   Die Bürger sollten nach Auffassung der CDU in allen Fällen, in denen nach Jahrzehnten die Umbenennung einer Straße erfolgt, vor einer solchen Entscheidung beteiligt werden. Deswegen ist es notwendig, die Anwohner darüber zu informieren, dass und warum eine Umbenennung diskutiert wird und es ist den Anwohner Gelegenheit zu geben, sich in der Sache zu äußern, bevor eine Entscheidung in der Sache getroffen wird.


Verantwortlich: