CDU kann Haltung von Linken und Piraten keinesfalls unterstützen


 Die Haltung und Forderung der Fraktion Die Linke
 und Piraten, bestimmte Graffitis als Straßenkunst
 im öffentlichen Raum nicht zu entfernen, sondern
 als Bereicherung anzusehen, kann der
 ordnungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion,
 Friedrich-Wilhelm Weber, keinesfalls teilen. Seiner
 Meinung nach ist das ein naives Denken und hat
 mit der Realität wenig zu tun.



„Niemand hat etwas dagegen, wenn kleine gemalte Bildchen auf Wänden kunstvoll dargestellt sind“, so Weber. „Doch in der Regel bleibt es ja nicht bei diesen kleinen Malereien. Denn leider verhält es sich ja in der Graffiti-Szene so, dass mit Spraydose und Pinsel kunstvoll dargestellte Bilder oft einige Tage später von anderen Sprayern übersprüht und somit mutwillig zerstört werden. Ein Beispiel dafür ist die Wand an der Prinzenstraße / Ecke Wißstraße. Dort war vor Jahren ein sehr schönes „Dortmund-Panorama-Bild“ an die Wand gezaubert worden. Leider dauerte es keine Woche, bis Sprayer mit wilden Schriftzügen dieses Bild zerstört haben.“


Für Weber stellt sich auch die Frage, wo Straßenkunst anfängt und, wo sie aufhört. Und eine viel wichtigere Frage für Weber: was halten die Hausbesitzer davon, wenn sie morgens aus dem Haus kommen und sehen, dass ihr Eigentum durch „Straßenkunst“ verziert worden ist.


„Ob ein mit Pinsel und Spraydose auf eine Hauswand aufgebrachtes Kleeblatt als kulturelle Bereicherung angesehen werden sollte, darüber kann man wahrlich diskutieren. Nicht diskutabel ist allerdings die Tatsache, dass das Aufbringen dieser „Kunst“ auf fremden Eigentum stattfindet. Und bei aller Liebe zur Kunst – wer vermag zu beurteilen, wo die Kunst aufhört und, wann Sachbeschädigung anfängt. Ebenso – in welchem Radius ist diese Art von „Kunst“ akzeptabel, wenn es sich hier um „Kunstwerke in der City“ handelt. Ein für mich momentan abschreckendes Beispiel von „Graffitikunst im öffentlichen Raum“ ist die Gabionenwand und die Brückenpfeiler in Brünninghausen/Rombergpark an der B54. Hier kann man sehen, wie wahllos bunte Beschmierungen den öffentlichen Raum verschandeln. Von Kunst ist das weit entfernt. Und ich könnte mir vorstellen, dass – wenn man die Sprayer selbst zu ihren Bildchen befragt – sie diese auch als Kunst ansehen“, so Weber abschließend.


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