Sascha Mader: „ Geplanten Feldversuch skeptisch betrachten“

Die CDU-Fraktion nimmt die geäußerten Bedenken aus Bürgerschaft, Politik und ansässigen Unternehmen sehr ernst, falls die Hörder Faßstraße zurückgebaut und die Vierstreifigkeit aufgelöst werden soll. Zwar hätten auch die Christdemokraten vor zwei Jahren einem derartigen Grundsatzbeschluss zugestimmt, jedoch hätten sich die Rahmenbedingungen bis heute geändert, so der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Sascha Mader.

Die derzeitige Planung – Rückbau von vier Fahrstreifen zu Gunsten eines überbreiten Richtungsfahrstreifens mit 4,75 Breite und einem Radfahrstreifen mit 1,85 Breite je Richtung  – würde die jüngsten Entwicklungen rund um die „Hörder Burg“ unberücksichtigt lassen.

Die CDU-Fraktion weist in diesem Zusammenhang auf die neu zu errichtende Sparkassenakademie Nordrhein-Westfalen in der „Hörder Burg“, den Bau eines Hotels im unmittelbaren Umfeld sowie dem mittelfristig geplanten Abbruch des Stiftsforums und einer auf diesem Gelände geplanten Neubebauung hin. Schon jetzt würden weit mehr als 20.000 Fahrzeuge die Hörder Faßstraße pro Tag passieren. Inwieweit diese durch die erfreulichen Entwicklungen rund um die „Hörder Burg“ noch zunehmen werden, sei derzeit nicht absehbar, so Mader weiter.

Die CDU-Fraktion regt daher an, darüber nachzudenken, ob der nunmehr geplante sogenannte „Feldversuch“ über einen längeren Zeitraum mit einer 1:1 Simulation derzeit Sinn mache. Die Verwaltungsspitze plant, so Mader weiter, durch Ummarkierungen ohne Umbau der eigentlichen Straße den Rückbau zu simulieren, um so die Auswirkungen für den Hörder Ortskern quasi zu testen.

Sascha Mader abschließend: „Aus unserer Sicht könnte es durchaus Sinn machen, zunächst die Fertigstellung von Sparkassenakademie, Hotel sowie Abriss des Stiftsforums abzuwarten, um dann beurteilen zu können, ob ein Rückbau der Hörder Faßstraße auf nur noch einen überbreiten Richtungsfahrstreifen überhaupt noch verkehrstechnisch machbar ist.“


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