CDU will weiterhin für Geschwindigkeitsbegrenzung eintreten

Am vergangenen Jahresende (02.12.2014) beschloss die Bezirksvertretung Scharnhorst auf Antrag der CDU-Fraktion eine Geschwindigkeitsreduzierung für die Straße Friedrichshagen in Dortmund-Lanstrop im Bereich der Autobahn-Anschlußstelle. Dort ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit 70 km/h angegeben.

Inzwischen hat die Stadtverwaltung die Antwort der Polizei an die Politik übermittelt. Danach lägen bei der Polizei keine Auffälligkeiten vor, die das normale Maß überstiegen und die Örtlichkeit würde daher als unauffällig bewertet. In den letzten drei Jahren seien auch nur vier relevante Unfälle passiert; es seien daher keinerlei Maßnahmen erforderlich.

„Wir sind über die Antwort doch schon sehr verwundert,“ erklärt Jürgen Focke, Fraktionsvorsitzender der CDU in der BV Scharnhorst. „Nur eine Woche nach der Beratung durch die BV kam es an der besagten Stelle nämlich am 10.12.2014 wieder zu einem Unfall mit drei Schwerverletzten.“

Nach Auffassung der CDU verharmlost die Polizei mit ihrer Absage an die von der Politik als Übergangsmaßnahme bis zum Bau eines Kreisverkehrs geforderte Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 km/h im Kreuzungsumfeld die Lage vor Ort.

„Und auch der Hinweis darauf, dass in den vergangenen drei Jahren nur vier Unfälle passiert sind, ist zu kurz gegriffen und kann uns nicht überzeugen,“ so Jürgen Focke.

Denn eine Internetsuche der CDU hat ergeben, dass die Lokalpresse zwischen 2007 und 2014 über sieben schwere Unfälle mit einem Toten und insgesamt 13 Verletzten, davon 5 Schwerverletzten, berichtet hat. Bei einem der Unfälle ist sogar ein Fahrzeug der Polizei am Unfallgeschen beteiligt gewesen.

Allein im vergangenen Jahr sind an der Kreuzung drei Unfälle geschehen, bei denen die Vorfahrt missachtet worden ist (25.02., 29.10. und 10.12.2014).

Schon diese Häufung ist Anlass genug, den Kreuzungsbereich Friedrichshagen/Lüserbachstrasse/Nordbruch als Unfallschwerpunkt einzustufen.

Bereits im Jahr 2010 (20.01.2010) hatte die Unfallkommission der Stadt Dortmund auf Hinweis der Bezirksvertretung die Örtlichkeit besichtigt und unter anderem als Sofortmaßnahme vereinbart, auf einer Länge von 200 Metern jeweils vor dem Kreuzungsbereich die Geschwindigkeit auf 50 km/h zu begrenzen und Gefahrenhinweiszeichen aufzustellen.

„Passiert ist in den letzten fünf Jahren aber nichts – außer den neuerlichen Unfällen,“ hält der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Focke fest.

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Scharnhorst hält an ihrer Position fest, den Kreuzungsbereich durch eine Absenkung der Geschwindigkeit sicherer machen zu wollen. Im nächsten Schritt soll nun die Unfallkommission mit dem Hinweis auf die Unfallhäufung im Jahr 2014 erneut eingeschaltet werden.


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