Endlich ist es amtlich: Der Platz vor dem zukünftigen DFB-Fußballmuseum wird in „Platz der Deutschen Einheit“ umbenannt. Diese erfreuliche Botschaft kann Bürgermeister Manfred Sauer nach Studium der Unterlagen der Bezirksvertretung Innenstadt-West verkünden.

In einem Schreiben der Verwaltung vom 30.03.2015, das den politischen Gremien nunmehr vorliegt, heißt es hierzu wörtlich:
„Nachdem in der Zwischenzeit noch einige noch offene Fragestellungen geklärt werden konnten, hat Herr Oberbürgermeister Sierau mit Datum vom 26.03.2015 die Bekanntmachung der Benennung der Platzfläche vor dem DFB-Fußballmuseum (1218. projektierte Straße) in „Platz der Deutschen Einheit“ verfügt“.

Damit ist ein jahrelanger Streit zwischen Politik und Verwaltung beigelegt. Bereits Ende 2010 hatten sowohl der Rat als auch die Bezirksvertretung Innenstadt-West auf Antrag der CDU-Fraktion (Rat) beziehungsweise auf Antrag der damaligen CDU/Grünen-Koalition in Innenstadt-West einen entsprechenden Beschluss gefasst, den Museumsvorplatz in „Platz der Deutschen Einheit“ umzubenennen und dem Museum die Adresse „Platz der Deutschen Einheit 1“ zuzuweisen.

Auf die Bremse getreten hatte aber der Deutsche Fußball Bund, der sich lieber eine „fußballaffine“ Benennung gewünscht hätte. „Dem Ernst Kuzorra seine Frau ihr Platz war dann aber wohl doch nicht durchsetzbar“, so Bürgermeister Sauer mit Augenzwinkern und in Anspielung an ein Bonmot des ehemaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau.

Bürgermeister Manfred Sauer gibt sich zuversichtlich, dass kurz vor dem 25jährigen Jubiläum der Deutschen Einheit auch noch der zweite Ratsbeschluss umgesetzt wird und das DFB-Fußballmuseum Ende August am „Platz der Deutschen Einheit 1“ eröffnet. „Am 3. Oktober 2015 feiern wir den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Die Deutsche Einheit ist für alle Deutschen ein historischer Glücksfall. Der Platz soll an diesem glücklichen Moment in der deutschen Geschichte erinnern und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land und in unserer Stadt weiter stärken,“ so Sauer abschließend.


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