Mehr als beschämend findet der ordnungspolitische Sprecher der CDU, Friedrich-Wilhelm Weber, die Situation, die sich gestern in der EAE in Hacheney abgespielt hat. Beschämend, weil hier traumatisierte Menschen nicht wie erhofft, eine Zuflucht finden, sondern sich weiterhin wie „auf der Flucht“ fühlen müssen. Was Weber dabei mehr als unerfreulich findet ist auch die Tatsache, dass sich die Landesregierung anscheinend bei dem Thema Flüchtlinge wohl immer noch im „Dornröschenschlaf“ befindet. „Denn nur so kann ich es mir erklären, dass es zu einer beinahe eskalierenden Situation in der EAE gekommen ist“, so Weber.

Weber weiter:
„Frühestens seit dem enormen Zustrom von Flüchtlingen aus Südosteuropa war klar, dass dringend Kapazitäten geschaffen werden müssen. Mit mittlerweile vier Erstaufnahmeeinrichtungen ist man zwar schon einen Schritt weiter gekommen, als noch vor zwei Jahren. Dennoch scheint hier mal wieder die seit nunmehr mehreren Jahren bestehende Kriegssituation in Syrien und die weiterhin stark ansteigenden Flüchtlingszahlen aus Südosteuropa von der Landesregierung ignoriert bzw. falsch beurteilt worden zu sein. Eine Sache, die so einfach nicht geht. Denn hier wird leichtsinnig mit traumatisierten Menschen und vor allem stark traumatisierten Kindern, die überstürzt und unter teilweise extremen Umständen ihre Heimat verlassen mussten, umgegangen.“

Weber sieht die Stadt Dortmund hier mal wieder von der Landesregierung im Stich gelassen. Nur dem Einsatz der Ordnungsdezernentin Jägers und der Sozialdezernentin Zörner ist es zu verdanken, dass es bisher noch keine eskalierende Situation bei der Flüchtlingsaufnahme gab. Für Weber hat es den Anschein, als würde sich die Landesregierung mit dem Thema „Flüchtlinge“ nur sehr ungern beschäftigen oder dieses nicht ernst genug nehmen. „Man kann nur hoffen, dass endlich mal ein Ruck durch Düsseldorf geht und alsbald neue Einrichtungen installiert werden. Denn schaut man sich die Situationen in einigen Ländern an, wird der Flüchtlingsstrom sicher nicht so schnell abbrechen, sondern eher weiter zunehmen“, so Weber abschließend.


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