Dass der Straßenstrich in Dortmund weiterhin verboten bleibt, löst auch bei der CDU große Freude und Erleichterung aus. „Es war zu schlimm, als viele Frauen aus Südosteuropa in Dortmund die Straßenprostitution für sich als Chance sahen, hier Fuß zu fassen und Geld zu verdienen“, so die Vorsitzende des Bürgerdienste-Ausschusses, Christiane Krause.

Und Krause weiter:
„Ich bin sehr stolz auf unsere Ordnungsdezernentin Diane Jägers, die mit der Idee, schutzwürdige Einrichtungen in Dortmund kartografisch darzustellen, dem Gericht das richtige Argument gegen einen Straßenstrich vorgetragen und damit einen durchschlagenden und dauerhaften Erfolg erzielt hat.“

Krause hat auch Verständnis für die Prostituierten, die durch das Urteil nicht oder nur illegal auf Dortmunds Straßen anschaffen gehen können. Natürlich gebe es in jeder größeren Stadt Nachfrage nach Straßenprostitution.

„Dennoch bin ich mir sicher, dass die Einrichtung eines neuen Straßenstrichs in Dortmund wieder für große Probleme gesorgt hätte. Die dramatischen Zustände und Probleme rund um den ehemaligen Straßenstrich an der Ravensberger Straße sind nicht vergessen. Der Straßenstrich verteilte sich von hier durch die ganze Dortmunder Nordstadt und brachte eine riesige Zahl an Kriminalitätsdelikten mit sich. Die Stadt hat momentan mit der Zuwanderung und der Unterbringung von Flüchtlingen eine so große Aufgabe zu bewältigen, dass Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausweisung und Zulassung eines neuen Straßenstrichs zu einer schweren Bürde für die Stadtvertreter und für die Bürger der Stadt geworden wäre“, so Krause abschließend.

In das gleiche Horn bläst auch die sozialpolitische Sprecherin der CDU, Justine Grollmann, die sicher ist, dass durch einen Straßenstrich sowohl die Armuts- als auch die Drogenprostitution enorm angestiegen wäre.

Dazu Grollmann:
„Institutionen wie die Mitternachtsmission arbeiten täglich daran, Prostituierte zum Aussteigen zu bewegen bzw. helfen ihnen beim Ausstieg aus diesem Sumpf. Ein neuer Straßenstrich hätte wieder dazu geführt, dass viele Frauen – vor allem Zugewanderte – unfreiwillig, oft vom Partner gezwungen, dort gelandet wären. Von daher ist das Urteil auch ein Sieg für die Menschen, die diesen Frauen helfen. Aber vor allem ein positives Urteil für die Frauen, die eventuell irgendwann auf dem Straßenstrich angekommen wären.


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