Waßmann und Penning: „Ideen für HSP-Fläche müssen her“

Die CDU-Fraktion erwartet schnellstmögliche Gespräche der Thelen Gruppe mit der Stadt Dortmund über die zukünftige Entwicklung der ehemaligen HSP Fläche. „Da wechselt eine der größten innerstädtischen Brachflächen über Nacht seinen Besitzer, und die Stadtspitze weiß nichts davon oder will sich zum Verkauf nicht äußern“, reibt sich der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Benedikt Penning verwundert die Augen.

„Nun gilt es, für die ca. 45 ha große Fläche der Hoesch Spundwand und Profil an der Rheinischen Straße schnellstmöglich Ideen zur Nachnutzung zu entwickeln“, fordert der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Uwe Waßmann. „Ein jahrelanges Brachliegen der Fläche wäre völlig inakzeptabel, auch angesichts der Wirtschaftsflächenknappheit in Dortmund“, so Waßmann weiter mit Blick auf andere Flächen, deren Marktreife nach wie vor in weiter Ferne liegt.

„Die Lage der HSP- Fläche in ihrer ganzen Weite macht eine abgestimmte Entwicklung zwingend notwendig. Mit Sorge beobachten wir die Knappheit an Wirtschaftsflächen in städtischer Hand. Da ist es zwingend notwendig, mit den neuen Eigentümern schnellstmöglich ins Gespräch zu kommen. Wir haben hier auch eine klare Erwartung an die Essener Thelen Gruppe“, macht Waßmann deutlich.

Penning zeigt sich generell besorgt über die Flächenpolitik der Stadt. „Der Masterplan Wirtschaftsflächen mutiert immer mehr zu einem Papiertiger, da die schnelle Entwicklung eigener städtischer Flächen, wie im Masterplan vorgesehen, kaum gelingt und dass, obwohl wir wissen, dass ein qualitativ hochwertiger und planungsreif vorgehaltener Flächenpool und die sich daraus im besten Falle entwickelnde Ansiedlung neuer Unternehmen auch ein Eckfeiler in der Frage der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit in dieser Stadt ist und sein wird. Es gibt zwar erfreuliche Entwicklungen auf der Westfalenhütte oder auf Phoenix-West, aber mittlere Flächen sind in den nächsten drei bis fünf Jahren für die wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt ein Problem“.

Dies gelte z.B. für das geplante Gewerbegebiet nördlich Werner Hellweg, für das der Planungsausschuss bereits am 24.11.2010 den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans Lütgendortmund 172 gefasst hatte.  „Ob das Gewerbegebiet überhaupt jemals an den Start geht, ist derzeit nicht abzusehen“, sagt Waßmann. Derzeit ruhe das Planungsverfahren, weil die Stadt Bochum sich noch die Karten legt, wie es mit der Entwicklung der beiden stillgelegten Opel-Flächen nördlich des Bahnhofs Langendreer weitergeht. Möglich sei nämlich, dass zur verkehrlichen Erschließung der Opel-Flächen die B235 verlegt wird und genau auf dem geplanten Gewerbegebiet am Werner Hellweg ein neuer Vollanschluss der B235 an die A40 entsteht.

„Wir erwarten dann eine Kompensation seitens der Stadt Bochum. Sollte keine Tauschfläche auf Bochumer Seite im Angebot sein, können wir uns dort  ein interkommunales Gewerbegebiet vorstellen, von dem Dortmund auch profitiert“, erwartet Waßmann entsprechende Verhandlungsschritte der Stadt.

„Auch beim Thema Buddenacker hat der Rat der Stadt bereits am 29.9.2011 den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Brackel 193n gefasst. Es ärgert uns daher ungemein, dass das Verfahren zum Buddenacker überhaupt nicht vorankommt, weil andere angeblich stadtbedeutsame Projekte wie beispielsweise das ehemalige Kraftwerk Knepper an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel Vorrang hätten“, nennt Penning ein weiteres Beispiel. Eine Realisierung der Knepper Fläche wird aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen“, macht Penning deutlich.

Die CDU erwartet nun von der Stadt eine Aktualisierung der Überlegungen zur Entwicklung von Wirtschaftsflächen in städtischer Hand für die nächsten 5 Jahre, damit Dortmund ein attraktiver Standort für Unternehmen bleibt und weiter wächst.


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