Im letzten Jahr wurde seitens der SPD – hier insbesondere vom Landtagsabgeordneten Guntram Schneider –  freudig berichtet, dass der Stadtteil Hörde einen neuen Jugendtreff erhalten soll. Weder die CDU im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie, noch der Hörder CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Depenbrock waren bis dato über diese Planungen informiert worden. Für beide steht fest, dass ein neuer Jugendtreff für den Stadtteil Hörde eine Bereicherung darstellt. Allerdings sorgt die nun neu ausgesuchte Örtlichkeit in Nähe des Phoenix-Sees für wenig Euphorie.

„Ein Vorschlag, ein Teilgrundstück auf der Phoenix-West-Fläche für den neuen „Youpoint“ zu nutzen, wurde früh verworfen“, so Barrenbrügge. „Aus Zeitgründen – Einhalten von Fristen für den Erhalt von Fördergeldern – musste rasch ein anderes Grundstück in Hörde gefunden worden. Nun soll ein Areal östlich des Phoenix Sees, am Ufer der Emscher und in der Nähe der
B236-Überführung der neue Standort werden. Aus unserer Sicht zielt dieser Platz allerdings völlig am Bedarf vorbei. Denn unserer Meinung nach muss ein Treff für Jugendliche rund um den Hörder Neumarkt geschaffen werden, da gerade in diesem dicht bebauten Wohngebiet viele Jugendliche wohnen. Und diese werden sicher nicht eine Einrichtung aufsuchen, die 1000 m Luftlinie und Fußstrecke entfernt liegt, wo die Jugendfreizeitstätte Clarenberg doch näher liegt und schneller erreicht werden könnte. Hier werden Fakten geschaffen, die an den Anforderungen und der Zielgruppe vorbeigehen!“

Bei mittlerweile so vielen Projekten wird darauf geachtet, Jugendliche in die Planungen mit einzubeziehen. Bei diesem Projekt war das allerdings nicht der Fall. Für die CDU unverständlich, dass hier 400.000 Euro Steuergelder verbaut werden sollen und der Platz geradezu willkürlich – ohne Rücksprache mit den Endnutzern – ausgesucht wurde.

„Die Verwaltung hatte seit Oktober letzten Jahres Zeit, eine geeignete Fläche für den geplanten „Youpoint“ zu finden. Dass ihr dabei nichts anderes eingefallen ist, als eine Fläche vorzuschlagen, die fern ab des Bedarfs liegt, ist nicht nachvollziehbar. Hier wurde jetzt schnell mit der heißen Nadel etwas gestrickt, nur um Fördergelder abzugreifen. Sehr schade zu sehen, dass einem große Möglichkeiten gegeben werden, die dann am Ende aufgrund halbherziger Planungen verpuffen,“ so Depenbrock abschließend dazu.

Die CDU ist jedoch mit ihrer Sicht und Kritik nicht alleine. Einige Jugendverbände zweifeln auch an der Zielgerichtetheit der Maßnahme. In der Sitzung des Jugendausschusses am Mittwoch (01.02.2017) wurde trotzdem allein mit den Stimmen der SPD das Bauvorhaben im östlichsten Hörder Zipfel beschlossen.


Verantwortlich: