Jörg Tigges: „Die Anwohner müssen unterstützt werden.“

„Seit Jahren leidet das Unionviertel an zu wenigen Parkplätzen. Neben den PKWs der Anwohner kommen weitere Parkplatzsuchende hinzu“, so der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-West, Jörg Tigges.

Hierbei handelt es sich tagsüber um Schüler des Robert-Schuman- und des Robert-Bosch-Berufskollegs, die den angebotenen Parkraum im Parkhaus am Dortmunder-U nicht annehmen (weil für sie zu teuer) und stattdessen einen freien Parkplatz im Unionviertel suchen. In den Abendstunden suchen die Schüler des Abendgymnasiums freie Parkplätze im Unionviertel. Das Unionviertel bietet derzeit schon für die Anwohner nicht genügend Parkraum, es kollabiert täglich unter dem oben beschriebenen Parkdruck.

Die CDU wird deshalb zur Sitzung der Bezirksvertretung am 29. März 2017 einen Antrag einbringen, wodurch die Verwaltung aufgefordert wird, mit einem neuen Parkkonzept für das Unionsviertel eine angemessene Parkraumsituation zu schaffen.

Die CDU kann sich vorstellen, dass durch die Schaffung von Einbahnstraßen oder die gekennzeichnete Legalisierung des Schrägparkens – da wo es möglich ist – mehr Parkraum gewonnen werden kann.

„Hierdurch werden insbesondere Radfahrer und Fußgänger geschützt. Diese leiden besonders unter dem derzeitig praktizierten „Wildparken“, bei dem insbesondere Fahrzeuge illegal schräg geparkt werden“, erklärt der CDU-Vorsitzende Jörg Tigges.

Oft wird der Gehweg zugeparkt, was Fußgänger aber auch Radfahrer behindert. Insbesondere ältere Menschen und Mütter mit Kinderwagen können die Gehwege nicht nutzen. Dies wäre zukünftig wieder gefahrlos möglich.

Hinzu käme eine signifikante Verbesserung der Sicherheitslage für die Anwohner im Falle eines Brandes im Unionviertel.

„Denn heute ist es an einigen Stellen durch die derzeitige Parkpraxis nur schwer möglich, mit den Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen die Straße zu durchfahren, was im Ernstfall zu Gefahr für Leib und Leben führen kann.

Die derzeitige Haltung des Bezirksbürgermeisters, das Parken im Unionviertel so schwer wie möglich zu machen (siehe Interview Ruhr Nachrichten vom 28.12.2016: „Abgesehen davon: Wir wollen den Leuten das Parken einfach nicht so leicht machen.“), lehnt die CDU grundsätzlich ab.

„Wenn in der heutigen Zeit von der arbeitenden Bevölkerung eine hohe Mobilität verlangt wird, muss man auch akzeptieren, dass die betroffenen Arbeitnehmer größtenteils die Strecken zu ihrem Arbeitsplatz mit dem eigenen PKW zurücklegen.

Selbst wenn diese Strecken mit dem öffentlichen Nahverkehr erreicht werden könnten, ist es zu akzeptieren, dass Menschen sich für die Fahrt mit dem eigenen PKW entscheiden. Eine Bevormundung lehnen wir ab. Wir sehen uns vielmehr in der Pflicht, diesen Menschen geeigneten Parkraum in Ihrem Wohnviertel zur Verfügung zu stellen“ so Jörg Tigges abschließend.


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