Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord am 17.05.2017

Opiatabhängige Wohnungslose in Dortmund

Sehr geehrter Herr Dr. Jörder,

die CDU Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord bittet um die Beantwortung folgender Fragen:

In seiner Sitzung vom 28.03.17 hat der Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit des Rates der Stadt Dortmund, unter TOP 2.4 „Obdachlose Menschen in Dortmund“ (Drucksache Nr.: 07318-17), Maßnahmen zur bedarfsorientierten Anpassung der Notunterbringung von obdachlosen Menschen beschlossen.

In der Anlage dieser Vorlage („Obdachlose Menschen in Dortmund“ verfasst vom Sozialamt) wird auf S. 21 auf die Gruppe der wohnungslosen Opiatabhängigen eingegangen und mögliche Maßnahmen zu ihrer Unterstützung skizziert. Dazu heißt es: „Diese Gruppe ist relativ klein […]. Hierzu ist die Notwendigkeit einer vergleichsweise kleinen, aber auf die Eigenheiten dieser Gruppe eingestellten Einrichtung, die möglichst zentral angesiedelt sein muss, damit sie von den Aufenthaltsorten dieser Gruppe fußläufig erreichbar ist, zu prüfen. Eine frühere Einrichtung war am Schwanenwall lokalisiert. Eine Verschränkung mit den Konzepten zur Verbesserung der Situation am Nordmarkt erscheint sinnvoll, weil sich diese Gruppe dort häufig aufhält und derzeit dort vielfach zu ordnungsrechtlich relevanten Problemstellungen beiträgt“.

  • Liegt dem Sozialamt, als Verfasser der Anlage, eine verlässliche Datenbasis zur Personenzahl der genannten Gruppe, für das gesamte Stadtgebiet, vor und wie stellt sich diese ggf. dar?
  • Wie gelangt das Sozialamt zu der Einschätzung die genannte Gruppe halte sich hauptsächlich am Nordmarkt auf und wird diese Einschätzung durch Polizei und Ordnungsamt, bspw. untermauert durch Einsatzzahlen o.ä., geteilt?
  • Weshalb wird die Einschätzung des Sozialamtes lediglich in der Anlage einer Ausschussvorlage kommuniziert, aber bisher nicht in den einschlägigen Gremien des betroffenen Stadtbezirks (bspw. Runder Tisch Nordstadt oder AK Sicherheit)?
  • Liegen ggf. Vorüberlegungen oder bereits konkrete Planungen zur Schaffung einer Einrichtung für die genannte Gruppe, im Bereich des Nordmarktes vor und welche Standorte, auch außerhalb des Stadtbezirks Innenstadt-Nord, werden ggf. in Betracht gezogen?

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