Um der in großen Teilen unzureichenden Versorgung mit  Kinderbetreuungsplätzen in Dortmund besser begegnen zu können, fordert die CDU-Fraktion in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie ab 2018 weitere 100 Kindertagespflegeplätze, u.a. auch in Kinderstuben, trägerübergreifend einzurichten. Darüber hinaus soll auch die im sog. „Krippengipfel“ 2011 beschlossene Quotierung von 30% U3-Kindertagespflege zu 70% Kindertagesplätzen für die kommenden vier Jahre in Dortmund ausgesetzt werden.

Der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Barrenbrügge, begründet dies wie folgt:
„Für Dortmund wurde vor einigen Jahren ein Bedarf von 41% bei der Kinderbetreuung festgestellt. Per Ratsbeschluss hat sich Dortmund auf eine Quote von 35% bei der U3-Betreuung festgelegt. Da Dortmunds Einwohnerzahl durch eine deutlich gestiegene Geburtenrate, ergänzt durch Zuzug aus Südosteuropa, hier wohnende Flüchtlinge, viele Studenten und weitere neu zugezogene Berufstätige nun weit über die 600.000er-Grenze gestiegen ist, muss auch die Anzahl der Betreuungsplätze weiter mitwachsen.

Da es aber stetig schwieriger wird geeignete und bezahlbare Grundstücke für neue Tageseinrichtungen für Kinder zu finden und zu bebauen – da auch die Bauwirtschaft kaum noch nachkommt, ihre Aufträge abzuarbeiten – ist es zunehmend schwieriger das Quotenziel zu erreichen.“

Aktuell fehlen, laut Barrenbrügge, mehrere hundert Betreuungsplätze in Dortmund. Gerade in neuen  Wohnbaugebieten, wie Hohenbuschei, wo sich viele junge Familien angesiedelt haben, sind die Wartelisten in den umliegenden Kita s erschreckend lang.

„Eine „kurzfristige“ Lösung des Problems kann das Schaffen von weiteren Kindertagespflegeplätzen (sog. Tagesmütter/-väter) sein. Damit kann eine überbrückende Abhilfe bei der größer werdenden Versorgungslücke geschaffen werden. Mit dem erweiterten Kindertagespflegeangebot können zum einen mögliche Klagen (Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz) besser abgewendet und zum anderen insbesondere auch jungen Eltern der frühere Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht werden“, so Barrenbrügge abschließend.


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