Ablehnung der CDU-Initiative führt zu rund 5 Jahren Verzögerung

Die dringend notwendige Renovierung der Lehrküche der Katholischen Hauptschule Dortmund-Husen wird weitere Jahre auf sich warten lassen.

Die Stadtverwaltung hat die Renovierung der Schulküche in ihrem Arbeitsprogramm zeitlich als eine der letzten von insgesamt 380 Verbesserungs-Maßnahmen eingeordnet.

Laut der aktuellen Ratsvorlage (Drucksache Nr. 09188-17, „Förderprogramm „Gute Schule 2020“ ab 2018) wird die Wieder-Herrichtung der Lehrküche unter Punkt G 65, Fachraumprogramm geführt. Dort sind nun 125.000,- € für die Gesamtmaßnahme vorgesehen.

Besonders bitter ist für die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal, dass die Arbeiten an der Hauptschule Husen frühestens ab dem Jahr 2020 beginnen werden.

„Bei den bekannten Abläufen der Stadtverwaltung – Planung, Ausschreibung, Ausführung – rechne ich nicht damit, dass vor dem Jahr 2021 auf neuen Herden gekocht werden kann“, zeigt sich CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Focke enttäuscht.

Nach den Sommerferien 2016 hatte sich Werner Gollnick, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Vorsitzender der CDU Kurl-Husen-Lanstrop, über den desolaten Zustand der Schulküche in der Hauptschule informieren lassen.

Werner Gollnick: „Daraufhin hat die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Dortmund-Scharnhorst öffentlich auf die Missstände aufmerksam gemacht und im Oktober 2016 in einem Antrag die Bereitstellung von 100.000,- € aus Bezirksmitteln für die sofortige Renovierung der Lehrküche beantragt.“

Die Orts-SPD hat dann auf Zeit gespielt, vor dem Beschluss einen Ortstermin verlangt und dann in der Bezirksvertretung den CDU-Antrag abgelehnt. Anstatt eigenes Geld in die Hand zu nehmen und die Maßnahme umgehend zu beginnen, hat sie dann die Anmeldung der Renovierung zum Förderprogramm „Gute Schule 2020“ vorgeschlagen.

Dabei gab es zu dieser Zeit das Landes-Förderprogramm „Gute Schule 2020“ überhaupt noch nicht – denn das Gesetz wurde erst am 15.12.2016 im NRW-Landtag beschlossen!

„Wir wollten einfach unsere vor Ort vorhandenen Bezirksmittel an der Schule schnellstmöglich einsetzen“, so Jürgen Focke.

Auch der dringende Hinweis darauf, dass die Maßnahme an der Lehrküche mit diesem SPD-Beschluss auf unbestimmte Zeit in eine Warteschleife geschoben und die Schule somit nur vertröstet würde, fruchtete leider nicht.

Nun müssen die Betroffenen vor Ort erstmals das Ergebnis dieser Verschiebe-Politik schwarz auf weiß zur Kenntnis nehmen! Fünf verlorene Jahre für die Schülerschaft, die Elternschaft und die Lehrer!

„Die Bau- und Schulverwaltung hat erklärt, dass zusätzliche Maßnahmen neben dem nun vorgelegten Arbeitsprogramm in den nächsten Jahren nicht zu stemmen sind und die Abarbeitung von „Gute Schule 2020“ erste Priorität besitzt. Deshalb kann ein neuer Beschluss der Bezirksvertretung jetzt nichts mehr beschleunigen“, stellt Werner Gollnick fest.

„Die SPD hat gezögert – jetzt muss unsere Hauptschule dafür büßen und rund fünf Jahre – fast eine ganze Schülergeneration – mit diesem schlechten Zustand leben!“


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