Tagesordnungspunkt
Ehrenamtskarte

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,

die Fülle der gesellschaftlichen Aufgaben ist durch staatliche Stellen allein nicht zu bewältigen. Inzwischen fast jeder Dritte in Deutschland engagiert sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl: Die freiwilligen Helfer sind Stützen der Gesellschaft, auf die eine Stadt angewiesen ist.

Ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement verdient Anerkennung und Würdigung. Daher sollten die Möglichkeiten zur Einführung einer „Ehrenamtskarte“ in Dortmund überprüft werden.

Das Land NRW hatte im Jahr 2008 ein Projekt „Ehrenamtskarte“ gestartet, mit dem es -zusammen mit den Städten, Kreisen und Gemeinden – Wertschätzung gegenüber den Menschen ausdrücken wollte, die sich in überdurchschnittlichem zeitlichen Umfang ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren. NRW unterstützt die Kommunen bei der Einführung der Karte mit fachlicher Begleitung und bei der erforderlichen Öffentlichkeitsarbeit.

Voraussetzung für die Beteiligung einer Kommune an der Ehrenamtskarte NRW ist ein gültiger Ratsbeschluss, der vorsieht, die Ehrenamtskarte einzuführen und kommunale Mittel einzubringen.

Inzwischen beteiligen sich an dem Projekt 230 Kommunen, auch große Städte wie Bochum, Gelsenkirchen und Düsseldorf.

Vor einer möglichen Beschlussfassung bitten die Fraktionen von SPD und CDU im Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden die Verwaltung, Informationen zur organisatorischen Abwicklung bei Kommunen einzuholen, die die Karte bereits erfolgreich eingeführt habe und die Ergebnisse dem Fachausschuss zur weiteren Beratung vorzulegen.

Außerdem wird um schriftliche Stellungnahme zu den Fragen gebeten:

  • mit welchen Personal- und Sachkosten zu rechnen ist,
  • welche Vergünstigungen durch die Stadt oder ihre Töchter gewährt werden könnten,
  • inwieweit die Freiwilligen Agentur eingebunden werden kann und
  • wie viele Bürger in Dortmund diese Ehrenamtskarte schätzungsweise in Anspruch nehmen könnten?

Verantwortlich: