Tagesordnungspunkt 7.2
Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht – Dimensionen des  Vernichtungskrieges 1941 – 1944″

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die CDU-Fraktion stellt zum Tagesordnungspunkt TOP 7.2 der Ratssitzung am 23. Mai 2002 den folgenden Antrag und bittet um Beratung und Beschlussfassung:

Der Rat der Stadt Dortmund lehnt eine personelle und finanzielle Beteiligung der Stadt an der Durchführung der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 – 1944″ ab.

Begründung:
Die Stadt Dortmund sorgt mit der Durchführung bzw. Unterstützung von Veranstaltungen (Holocaust-Gedenktag – 27. Januar, Karfreitagsveranstaltung in der Bittermark, Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht – 09. November), der Unterhaltung und dem Betrieb der Dauerausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933 – 1945″ in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache und der erfolgten Anbringung von Erinnerungs- und Gedenktafeln an verschiedenen Stellen der Stadt (unter anderem Südbahnhof, Platz der Alten Synagoge, Marktplatz Hombruch) dafür, dass eine konkrete Auseinandersetzung mit der Zeit des Dritten Reiches stattfinden und – als Mahnung und ständigen Auftrag an Politik und Bürgerschaft – die Erinnerung an das geschehene Unrecht wachgehalten werden kann.

Das Stadtarchiv hat darüber hinaus den dauernden Auftrag, sich wissenschaftlich mit der Aufarbeitung der Geschichte zu befassen und aktuell die Aufgabe übernommen, ehemalige Zwangsarbeiter bei der Antragstellung für Entschädigungsleistungen zu unterstützen. Damit erfüllt die Stadt ihre historische Verpflichtung zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels deutscher Geschichte.

Unbenommen bleibt es jedoch dem Initiativkreis Privater, die Ausstellung in Dortmund auf Ihre eigenen Kosten zu präsentieren. Hierfür kann die Stadt ihre Ausstellungsflächen zu den üblichen Mietkonditionen bereitstellen.


Verantwortlich: