Manfred Sauer: Technisch-finanzielle Durchführung überprüfen und Dortmunds Nachbarstädte mit einbeziehen


 



Die Anfrage des DFB-Organisationskommittes an die Stadt, als Gastgeber für ein „Pressezentrum West“ der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu fungieren, ist bei der CDU-Ratsfraktion erfreut zur Kenntnis genommen worden und stellt in ihren Augen grundsätzlich ein verlockendes Angebot dar.

Vor einer Annahme des Angebotes hat jedoch eine grundlegende Prüfung der technischen und finanziellen Anforderungen zu erfolgen. Für die CDU-Fraktion ist es aber auch erforderlich, dass darüber hinaus Abstimmungsgespräche mit den Nachbarstädten geführt werden. Schließlich wären zum Beispiel die für die Journalisten benötigten rund 7.000 Hotelbetten nur unter Einbeziehung der gesamten Region rund um Dortmund verfügbar.



Manfred Sauer, Sprecher der CDU im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit:


„Die CDU freut sich über die Anfrage. Die für die Organisation der Fußball-WM Verantwortlichen vertrauen darauf, dass Dortmund in der Lage ist, diese technische, logistische und journalistische Herausforderung zu meistern. Das ist ein Angebot mit einem großen Vertrauensvorschuss. Das macht uns stolz.“



Die CDU-Fraktion will aber auch angesichts der Haushaltslage und der Anforderungen, die auf die Stadt ohnehin als Austragungsort von Spielen der WM zukommen, das Angebot nicht einfach „blind“, sondern nur nach einer gründlichen Überprüfung, annehmen.



Darüber hinaus ist die vom DFB für das Pressezentrum ins Auge gefasste geplante Westfalenhalle 3 b bereits heute als Sportstätte Bestandteil der Olympiabewerbung Düsseldorf-Rhein-Ruhr für das Jahr 2012. Hier müsste geprüft werden, ob bauliche Vorkehrungen oder Umplanungen notwendig sind, um die Durchführung beider angedachter Großveranstaltungen zu gewährleisten.



Für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund ist wichtig, dass vor einer Zusage auch die Städte in der Nachbarschaft unterrichtet und eingebunden werden. Angesichts der gemeinsamen Bewerbung der Region für Olympia 2012 muss auch hier – sechs Jahre zuvor – schon kooperiert werden.


Erst in der vergangenen Woche hatten sich die CDU-Landtagsabgeordneten des Ruhrgebietes auf einer Rundreise von Duisburg bis Dortmund unter dem Motto „Tour de Ruhr“ über Sportstätten für Olympia 2012 informiert. Neben dem Lob für die Dortmunder Gastfreundschaft und die Qualität der Vorarbeit an den potentiellen Austragungsorten Westfalenstadion und Westfalenhallen wurde hier besonders betont, dass eine erfolgreiche Bewerbung und Durchführung der Spiele nur gemeinsam geschafft werden kann. Und dazu gehört natürlich auch eine faire Aufgabenteilung unter den Städten der Region.



Als nächsten Schritt erwartet die CDU-Fraktion nun die rasche Überprüfung der Anforderungen und Gegebenheiten durch die Stadtverwaltung und einen umfassende Bericht hierüber an den Rat der Stadt.


Verantwortlich: