Drogenszene in der Nordstadt auflösen


 



Die aktuell aufgeflammte Diskussion um den Umgang mit größeren Gruppen von Drogenabhängigen in der Dortmunder Nordstadt (Nordmarkt, Heroldwiese, Schleswiger Platz) nimmt die CDU in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord zum Anlass, ihre Lösungsvorschläge vorzustellen.


Die CDU in der Dortmunder Nordstadt ist der Überzeugung, dass offene Drogenszenen in keinem Fall geduldet werden dürfen. Die Auflösung der offenen Drogenszene am Nordmarkt zu Beginn der Sommerferien in diesem Jahr ist in den Augen der CDU-Nord im letzten Augenblick erfolgt. Die Lenkungsgruppe Nordmarkt – an deren Beratungen sich die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord durch ihren Sprecher Thomas Bahr beteiligt hat – hatte zuvor über den Umgang mit den Drogenabhängigen lange und ausgiebig diskutiert. Schlussendlich kam man zu der Überzeugung, dass nur noch eine Verdrängung der Drogenabhängigen, die den frisch renovierten und hergerichteten Nordmarkt belegten, dringend notwendig sei. Als in der Lenkungsgruppe hierüber endlich Übereinstimmung erzielt werden konnte, hat es nicht lange gedauert, bis Polizei und Ordnungsamt durchgegriffen und für eine Verdrängung der Szene gesorgt haben. Die CDU bedauert jedoch, dass die Entwicklung der offenen Drogenszene überhaupt zustande gekommen war, das Zusammenleben der Menschen am Nordmarkt belastet wurde und die Anwesenheit von Drogenabhängigen, der Drogenkonsum und der Handel mit Drogen am Nordmarkt eskaliert war.



Die CDU-Fraktion in der Innenstadt-Nord ist sicher, dass nach einer solchen Verdrängung die Szene aufgespaltet ist und sich zwangsläufig neue Plätze zur Ansiedlung sucht. Aktuell betroffen sind deshalb die Umgebung der Heroldwiese und der Schleswiger Platz in der Nordstadt. Auch hier muss das Konzept der Verdrängung wieder angewendet werden.


„Diesmal darf man sich aber nicht so lange Zeit lassen, wie am Nordmarkt,“ erklärt CDU-Fraktionssprecher Thomas Bahr. Schließlich sei jede Verdrängung und Einsatz von repressiven Mitteln in Dortmund auch immer verbunden mit einem breit angelegten Hilfeangebot für die Betroffenen.



Die CDU-Fraktion ist der Überzeugung, dass eine solche „Verdrängungstaktik“ nicht dazu führt, dass sich eine einmal gebildete Szene einfach an einen anderen Platz verlegt. Vielmehr zergliedert sich die Gesamtgruppe in mehrere Teile, sodass es einerseits für Drogendealer schwieriger ist, ihre verbrecherischen Geschäfte durchzuführen, andererseits lässt die Belastung für die betroffenen Anwohner nach und die Anziehungskraft einer solchen offenen Szene, die insbesondere bei labilen Jugendlichen festzustellen ist, wird unterbunden.



Gerade wenn sich eine offene Drogenszene in verschiedene zahlreiche kleine Gruppen auftrennt, so hat sich die CDU-Nord bestätigen lassen, wäre insbesondere für Hilfeangebote und den Kontakt mit Sozialarbeitern wieder ein Weg geöffnet. Eine Szene, die groß, in sich gefestigt und geschlossen ist, biete den kranken Drogenabhängigen einen aus ihren Augen scheinbar festen Ablauf und Halt. In Wirklichkeit ist dies aber für die betroffenen Kranken in vielen Fällen der Weg in den Tod, den es zu verhindern gilt. Das Zusammenspiel aus Verdrängung, Zerspaltung in kleinere Gruppen sowie ein breites Hilfeangebot gehören deshalb zusammen. Die Stadt, das Gesundheitsamt, die Drogenberatungsstellen etc. bieten dann im direkten Kontakt Möglichkeiten aus der Sucht.



Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord fordert deshalb Ordnungsamt und Polizei auf, repressiv gegen die neu gebildeten Gruppen am Schleswiger Platz und an der Heroldwiese vorzugehen. „Wir erwarten, dass dies relativ zügig geschieht. Jeder Tag, der verstreicht ohne einzuschreiten, ist ein verlorener Tag für die Anwohner und für die betroffenen kranken Drogenabhängigen“, erklärt CDU-Sprecher Thomas Bahr.


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