„Dialog für Dortmund“ im Rathaus heute mit Vertretern der „grünen Berufe und Hobbies“


 



Die CDU-Fraktion ist den Vertretern der Verbände der grünen Berufe und Hobbys dankbar, dass sie sich für eine Veranstaltung der Reihe Dialog für Dortmund zur Verfügung gestellt haben.


Die CDU-Fraktion verfolgt mit dieser Veranstaltungsreihe das Ziel, unmittelbare Informationen und Ratschläge von Betroffenen und deren Interessenvertretern zu gewinnen, bevor sie politische Entscheidungen größerer Tragweite in Dortmund trifft.



Diese Vorgehensweise ist eine der systematischen Ausprägungen, mit denen die Dortmunder CDU ihr Verständnis einer Bürgergesellschaft in aktive Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger umzusetzen versucht.



Anlass des Gesprächs ist die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Stadt Dortmund. Hier werden naturgemäß die Interessen der Landverbraucher (für Wohnbauflächen, Werbeflächen, Verkehrsflächen) mit den Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes kollidieren. Dieses einfache Szenario beschreibt jedoch die Problemlage höchst unzureichend. Die Statistik des Landes NW unter anderem über das Wohlbefinden der Bürger in Städten und die Motive für Zuzug und Fortzug zeigt deutlich ein wachsendes Qualitätsbewusstsein der Wohnbevölkerung. Fester Bestandteil dieses Qualitätsbewussteins ist der Wunsch nach Erlebnis von Natur und Freiraum. Dieses wird in zugänglicher aber auch intakter und möglichst naturbelassener Form mit reicher Flora und Fauna gewünscht.



Gleichzeitig haben die Grundbesitzer natürlich – neben Aufwertungsinteressen im Rahmen der Baulandschaffung – oftmals auch das Interesse an einer ungestörten Fortführung ihrer landwirtschaftlichen Betriebe und einer ungestörten Ausübung von z. B. Fischerei und Jagd auch in erreichbarer Nähe von Großstädten.



Auch hier greift der Blickwinkel des Gegeneinander nur einen Teil des Problems auf.



Viele Bausteine der Bewahrung einer interessanten und reichen Kultur- und Naturlandschaft entstehen nicht durch bloßes Liegenlassen oder gelegentliches Tun von Ämtern. Unsere Landschaft ist im Wesentlichen Kulturlandschaft und in ihrer Vielfalt, ihrer Schönheit und ihrem Reichtum durch die Tätigkeit der Land- und Forstwirte, Fischer, Jäger etc. wesentlich gestaltet. Akzeptable Lösungen der Stadtentwicklung auch für diesen Personenkreis sind Voraussetzung dafür, auf diese offenbar für alle Bürger attraktiven Güter auch künftig zurückgreifen zu können.



Gleichzeitig bildet die Ausübung land- und forstwirtschaftlicher Tätigkeiten und Freizeitgestaltungen im Weichbild der Großstadt Erwerbschance und Marktreservoire für die Landwirte als Ausgleich für die in bestimmten Bereichen nachteilige Situation (z. B. Verkehrzerstückelung). Für die verschiedensten Verbände (Schützenjäger, Fischer, Naturschutz) bildet gerade das Erleben von Natur und Landschaft in bevölkerungsreichen Großstädten die Chance auf ein Nachwuchsreservoire.



Die Veranstaltung dient dem Ziel, die Problemlage aller Beteiligten zu erkennen, gleichzeitig aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass mit kluger Politik die zukunftsweisende Gestaltung statt das Austragen von Verteilungskämpfen in Vordergrund stellen, für alle Beteiligten viel zu gewinnen ist.


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