Dortmunder A 40/B 1- Projekt auf Platz 4 der Vorschlagsliste


 



Die Verkehrskommission des Regionalrates des Regierungsbezirkes Arnsberg hat in ihrer Sitzung am vergangenen Freitag (13. September 2002) den aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes beraten.

Die entsprechende Vorlage des Regierungspräsidenten enthält gute Nachrichten für Dortmund: Der Ausbau der A 40/ B 1 im Stadtgebiet Dortmund vom Autobahnkreuz DO-West bis zum Autobahnkreuz Unna ist als eine durchgängige Maßnahme aufgeführt worden. Hierin ist die Tunnelstrecke zwischen Märkischer Straße und B 236n enthalten.


Der Regierungspräsident hat alle vorgeschlagenen Verkehrsprojekte in seinem Einzugsgebiet untersucht und bewertet. Unter Beachtung des Kosten-Nutzen-Faktors und der sonstigen Rahmenbedingungen steht die Verbesserung und Entlastung der B 1-Strecke in Dortmund als bedeutende Maßnahme im regionalen Abgleich des Regierungsbezirkes Arnsberg auf Platz 4 aller Vorhaben. Für den Gesamtabschnitt werden Kosten in Höhe von ca. 553 Mio. € angegeben.



In der Diskussion um Ergänzungen des vorliegenden Planes hat Stadtdirektor Klaus Fehlemann ein weiteres und für Dortmund wichtiges Schienenverkehrsprojekt eingebracht. Klaus Fehlemann, von der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund in den Regionalrat entsandt, hat neben dem Streckenausbau Münster – Lünen – Dortmund auch den 4-gleisigen Ausbau zwischen Dortmund-Hauptbahnhof und Hamm gefordert. Derzeit sind Land und Bund in der Frage der Strecke Dortmund-Hamm uneins darüber, ob dies nun vorrangig als eine nationale Strecke (ICE-Verbindung) oder eine Regionalverbindung (S-Bahn) anzusehen ist. Schließlich hängt hiervon die Finanzierungsquotierung unter den beiden Beteiligten ab.


Fehlemann ist sich mit der IHK Dortmund darüber einig, dass die vorgeschlagene Strecke im Wege einer Mischfinanzierung am schnellsten erreicht werden kann. Das heißt, dass Teilabschnitte im Bundesverkehrswegeplan enthalten sein sollten – andere Teile im ÖPNV-Bedarfsplan des Landes NW.



Der Ausbau dieser Strecke ist auch im Hinblick auf die Bedeutung des Dortmunder Hauptbahnhofes von Belang, da hiermit der Ausbau der Strecke Dortmund – Kassel in engem Zusammenhang steht. Dortmunds Verkehrsqualität als Knotenpunkt des Schienenverkehrs wird hierdurch unterstrichen – eine Verbindung zwischen den beiden ICE-Haltepunkten  Kassel und Dortmund würde einen attraktiven Netzschluss und damit eine Vielzahl von Reisealternativen für Bahnnutzer ermöglichen.



Im Zuge des Streckenausbaues Dortmund – Hamm sind bereits eine Vielzahl von Grundstücken und Freihaltezonen verfügbar. In Zukunft wird aber auch noch zusätzliche bauliche Anstrengungen unternommen werden müssen. So müssen in Zukunft die Burgwallbrücke im östlichen Bahnhofsanschlussbereich und weitere Brücken und Bahnübergänge im Dortmunder Stadtgebiet erweitert, verbreitert und angelegt werden. Aktuelles Beispiel hierfür ist der gerade begonnen Beseitigung des Bahnüberganges Kurler Straße, bei dem die Viergleisigkeit schon berücksichtigt wird.


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