„Familien-Projekt“ startet Qualitätsdebatte in den Fachausschüssen


 



Eine Verwaltungs-Projektgruppe hat zum Ziel, im kommenden Schuljahr 500 zusätzliche Ganztagsplätze unter der Voraussetzung einer entsprechenden Bundes- und Landesförderung im Primarbereich einzurichten. Dies war der Inhalt der knappen Vorlage, die dem Rat der Stadt Dortmund noch in der letzten Sitzung am 19. Dezember 2002 zum Thema Offene Ganztagsgrundschulen zur Kenntnisnahme vorlag.


Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss:


„Weder der Inhalt noch der Umfang dieser Vorlage wurden der immensen Bedeutung dieses Themas gerecht. So sind erforderliche Rahmenbedingungen überhaupt nicht dargestellt worden. Auch qualitative Aspekte wurden unberücksichtigt gelassen. Die Arbeit der Projektgruppe ist zu wenig transparent, so dass die Vorlage aufgrund offener Fragen hinsichtlich ihrer konkreten Umsetzung nicht beschlossen werden konnte.“



Noch in der Ratssitzung am 19. Dezember brachte die CDU-Fraktion daher ihren bereits veröffentlichten „3-Punkte-Plan zur Ganztagsbetreuung“ als Antrag in die Sitzung ein. Dieser umfassende Entwurf beinhaltet Vorstellungen zur Grundschulbetreuung, der Betreuung in weiterführenden Schulen und der Betreuung im heimischen Umfeld.


Ziel der CDU: Qualitativ präzise und hochwertige Konzeptionen zur Umsetzung der Ganztagsbetreuung in Dortmund.


Ergebnis war, dass der Rat der Stadt Dortmund noch in derselben Sitzung beschlossen hat, die Vorlage in die Fachausschüsse zu verweisen.



In die am 23. Januar 2003 stattfindende Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wird nunmehr eine vollständig überarbeitete Vorlage zum Familien-Projekt eingebracht, die sich an der von der CDU-Fraktion konzeptionierten Darstellung orientiert, und gleichzeitig die Vorlage aus dem vergangenen Jahr zurückgezogen.


„In die neue Vorlage sind wesentliche CDU-Vorstellungen eingearbeitet worden. Erst mit dieser Vorlage ist es möglich, in den einzelnen Fachausschüssen eine fruchtbare und facettenreiche Qualitätsdebatte zu führen“, so Walter Knieling, Sprecher der CDU-Fraktion im Schulausschuss.


Ziel der CDU ist es, vor allem die Schuljugendarbeit zu fördern und das Ziel der Vereinbarkeit von Beruf und Familie innerhalb der schulischen Ganztagsangebote zu erreichen.



„Da über den quantitativen Ansatz von 500 neuen Betreuungsplätzen bereits Einigkeit besteht, ist anstatt über die Frage nach dem „wie viel?“ jetzt eine Qualitätsdebatte über die Frage nach dem „wie gut?“ zu führen“, sehen Rosemarie Liedschulte und Walter Knieling zuversichtlich den am 04. Februar beginnenden Beratungen in den Fachausschüssen und den Bezirksvertretungen entgegen.


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