Thomas Bahr: Standortausweisung für neue Moscheen unverzichtbar


 



Für die CDU, so betont deren Fraktionssprecher in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord, Thomas Bahr, hat die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit einen besonderen Stellenwert. Allen in der Nordstadt ansässigen Glaubensrichtungen und Nationalitäten soll das Recht nach freier, würdiger und ungehinderter Ausübung ihrer jeweiligen Religion in ihren Einrichtungen gewährt werden.


Die freie und würdevolle Ausübung der muslimischen Religion in der Nordstadt stellt die CDU-Fraktion angesichts der vielen sogenannten „Hinterhofmoscheen“ jedoch in Frage. Sie möchte daher im Zuge der Neuaufstellung der Flächennutzungsplanes eine Konzentration der dezentralen kleinsten Moscheevereine an einigen geeigneten Standorten erreichen – eine Dortmunder Zentralmoschee ist ausdrücklich nicht erwünscht. Religion soll sich auch weiterhin im engeren Umfeld der häuslichen Wohnung und gemeinsam mit den Nachbarn gelebt werden. Eine Zentralmoschee würde nur zu einem nicht erwünschten „Gebetstourismus“ innerhalb des Dortmunder Stadtgebietes führen.



Fraktionssprecher Thomas Bahr:


„Uns geht es darum, für die Nordstadt Standorte zu finden, die das friedliche und verständnisvolle Zusammenleben verschiedener Kulturen fördern. Eine vorausschauende geordnete Planung könnte dabei zur Stabilisierung und Entwicklung der nördlichen Innenstadt und zur Vermeidung von Nachbarschaftskonflikten einen wesentlichen Beitrag leisten. Mit einer geordneten Ausweisung von geeigneten Standorten könnten auch Folgeprobleme wie die des ruhenden und fließenden Individualverkehrs gemindert oder vermieden werden.“



Ein entsprechender Vorstoß der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord war zwar aufgrund der ablehnenden Haltung der SPD-Mehrheitsfraktion und der Nordstadtgrünen noch nicht erfolgreich. Er stellt jedoch den Einstieg für vereinbarte fraktionsübergreifende Diskussionen dar, in die insbesondere auch das Planungsdezernat einbezogen werden soll. Thomas Bahr zeigt sich schon jetzt erfreut darüber, dass der Planungsdezernent das Thema Moscheestandorte endlich zur „Chefsache“ machen will.


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