Ulrich Monegel: Belastbare Aussagen mit fixiertem Zeitplan nötig


 



Mit Allgemeinplätzen und vagen Zusagen der nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Kraft sowie vertröstenden Worten des OB Langemeyer zur Zukunft des Musikhochschulstandortes Dortmund will sich die CDU-Fraktion nicht zufrieden geben. Das „Prinzip Hoffnung“ für den Erhalt des Standortes sei zu wenig; man sei schon einmal trotz der Zusagen des damaligen Ministerpräsidenten Clement und des Ministers Vesper düpiert worden, erklärt CDU-Ratsmitglied Ulrich Monegel, Mitglied im Kulturausschuss. Festzustellen ist: weder der OB noch die SPD-Landtagsabgeordneten aus Dortmund haben in der Sache ihre Hausaufgaben gemacht bzw. sind ohne Einfluss. „Beste Drähte“ nach Düsseldorf sind offenkundig nur behauptet – nun soll die übliche Beruhigungsstrategie gefahren werden.


Ulrich Monegel weiter:


„Erste Priorität für die CDU ist und bleibt der Erhalt des Musikhochschulstandortes. Sollte hier politisch von Rot-Grün in Düsseldorf trotz aller Zusagen gegen Dortmund entschieden werden, muss es jetzt um Mindestanforderungen gehen: Wir fordern von der neuen Ministerin verbindliche substanzielle Zusagen versehen mit einem festen Zeitplan als Kompensation für den kurzfristigen Wegfall der Abteilung Instrumentenausbildung. Wir erwarten insbesondere eine Zusage an die Universität Dortmund, am Institut für Journalistik einen eigenen Lehrstuhl „Musikjournalismus“ mit entsprechender Ausstattung zu etablieren.“



Des weiteren muss nach Vorstellung der CDU-Fraktion die von der Ministerin vorgeschlagene „Konzertakademie“ in der Nähe des Konzerthauses errichtet werden. Dem Vernehmen nach sollen hierfür bereits zwei Grundstücke schon lange in Rede stehen: eines neben der Volkshochschule (Löwenhof) und eines im Umfeld der Brückstraße.


Bei der Standortwahl sei die direkte Konzerthausanbindung der Akademie für die Nutzung von Synergieeffekten zwingend notwendig.



Die Dortmunder CDU-Landtagsabgeordnete Tanja Brakensiek fordert schnellstens verbindliche Auskünfte der Ministerin hinsichtlich der organisatorischen Struktur und finanziellen Ausgestaltung der Konzertakademie:


„Es geht nicht an, dass die Ministerin dieses Vorhaben als einmalige Chance für die Kulturlandschaft Dortmund anpreist aber auf Nachfrage – unter Verweis auf ihren begrenzten Wissenshorizont – passen muss.“



Die CDU sieht beim Bau einer Konzertakademie das Land besonders in die Pflicht genommen. Sie plädiert dafür, dass das Land entweder selbst bauen soll oder aber als langfristiger, zuverlässiger Ankermieter mit einer Daueranmietung in Erscheinung treten soll, um die Rentabilität des Bauvorhabens sicher zu stellen.



Ulrich Monegel verweist abschließend noch einmal auf die skandalösen Umstände, unter denen die weitgehende Auflösung des Musikhochschulstandortes Dortmund zustande gekommen ist:


„Für Studenten und Lehrbeauftragte ist die Kurzfristigkeit der Entscheidung unzumutbar. Für Studenten, die sich beispielsweise im zweiten oder dritten Semester befinden, müssen für eine Übergangszeit noch verlässliche Studienmöglichkeiten vorgehalten werden. Das Auslaufen der Instrumentenausbildung kann eigentlich nach einer Übergangszeit von etwa drei Jahren geschehen.“


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