CDU-Fraktion fordert engere Berichterstattung


 



Mit einem Antrag zur kommenden Ratssitzung (06. März 2003) wird die CDU-Fraktion in Sachen „Überbauung Hauptbahnhof“ erneut aktiv. Nachdem sich in den vergangenen Tagen die Anzeichen dafür verdichtet hatten, dass das geplante Bauprojekt am Dortmunder Hauptbahnhof noch nicht das erwartete und von der Verwaltungsspitze auch angekündigte Fertigstellungsstadium erreicht hat, beantragt die CDU-Fraktion nun eine jeweils monatliche Berichterstattung über das Projekt.

Alle Beteiligten des Projektes – der Investor Sonae, die Deutsche Bahn, das Eisenbahnbundesamt sowie die verschiedenen Stadtämter – sollen ihre Sachstände der Politik mitteilen. Der Leiter der Arbeitsgruppe MTC ist in den Augen der CDU-Fraktion der zuständige Koordinator. Von ihm erwartet die CDU zur kommenden Ratssitzung eine erste umfassende Berichterstattung zum aktuellen Sachstand.


Dazu erklärt Knud Follert, CDU-Sprecher im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen:


„Die Arbeitsgruppe MTC der Stadtverwaltung muss an dieser Stelle ihre Koordinierungsaufgaben intensiv wahrnehmen. Dort müssen alle Informationen zusammenfließen und für uns aufbereitet werden. Schließlich wollen wir das Projekt ja zu einem Erfolg führen!“


Bereits im vergangenen Sommer hatte eine Ratsmehrheit beschlossen, dass die vollständigen prüffähigen Unterlagen in der Bausache zur Planfeststellung beim zuständigen Eisenbahnbundesamt vorgelegt werden sollten. Für den Fall der Nichterledigung bis zum Oktober sollte die Deutsche Bahn AG ihre eigenen Vorstellungen zur Bahnhofserneuerung vorlegen.


Trotz des zwischenzeitlich eingetretenen Zeitablaufs will die CDU weiter an dem Projekt des portugiesischen Bauträgers festhalten. Schließlich haben sich in den Augen der Christdemokraten einige wesentliche Faktoren in den zurückliegenden Monaten geändert.


Dazu erklärt Manfred Jostes, Vorsitzender des AUSW:


„Im Dezember 2002 hatte der Rat die Gestaltung der Nord- und Südseite des Bahnhofs beschlossen. Diese Beschlüsse führten dazu, dass die Bahnhofsüberbauung ein Geschoss niedriger geplant und die Hochgarage vollständig entfallen kann. Aufgrund dieser planungsentwicklerischen Dynamik zum Wohle des Projektes vertreten wir die Auffassung, dass die damals gesetzte Frist angepasst werden muss.“


Auch der an die aktuellen Veränderungen angepasste Bau muss für die CDU von besonderer Qualität sein. Für die Nutzer der Verkehrstation muss eine Verbesserung der Umsteigebeziehung zwischen Stadtbahn und DB-Netz das Ziel sein. Das Gebäude über dem Bahnhof selbst darf, nachdem es sich von einem UFO zu einem 3do mit Landmarke (Hotelsegel) verändert hat, nicht einfach zu einer simple Überbauung der Gleise in Form eines Schuhkartons werden. Denn für ein solches Ergebnis hätte man sich nach Meinung der CDU vor Jahren den Architektur-Wettbewerb ersparen können und eine Einfachlösung bereits heute in Betrieb nehmen können.


Deshalb wollen die CDU-Vertreter mit ihrem Antrag auf Berichterstattung ein Spiel auf Zeit mit vagen Aussagen unterbinden. Zu den erwarteten Informationen gehören deshalb nach Auffassung der CDU auch konkrete Angaben zur Ziel- und Zeitplanung der Beteiligten. Die Berichterstattung soll auch verdeutlichen, welche Fortschritte das Projekt macht. Man dürfe nach den vielen Jahren der Vorplanungen nämlich nicht das Ziel, endlich einen neuen Bahnhof für Dortmund zu erhalten, aus den Augen verlieren. Den euphorischen Versprechen von Dortmunds OB Langemeyer, dass der Bahnhof zur Fußball-WM 2006 fertiggestellt sei, schenken die Christdemokraten nämlich inzwischen keinen Glauben mehr.


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