Existenzgründungsagentur bereits seit 01. Januar 2003 nicht mehr existent – Ausschreibung gefordert


 



Wie in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung am 12. Februar 2003 bekannt wurde, hat die Existenzgründungsagentur mangels Landesfördermittel ihre Arbeit bereits zum 01. Januar 2003 eingestellt.

„Der Wegfall der Landesförderung ist eine unerfreuliche Sache. Die zuständigen Gremien hätten früher informiert werden müssen“, zeigt sich Dr. Helmut Eiteneyer, Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung enttäuscht von den Mitteilungsversäumnissen der Verwaltung.


Die CDU-Fraktion hatte für die Sitzung des Ausschusses eine Anfrage an die Verwaltung nach dem aktuellen Sachstand des Existenzgründungsprojekts gestellt.


„Ziel dieser Anfrage war es“, so Dr. Eiteneyer, „nicht nur einen Zwischenbericht einzufordern, sondern auch Voraussetzungen zu schaffen, die uns eine flexible und kurzfristige Reaktionsmöglichkeit auf den Ausstieg des Landes ermöglichen.“


Als zur Überraschung der Ausschussmitglieder berichtet wurde, dass man innerhalb der Verwaltung bereits seit etlichen Wochen Kenntnis davon hat, dass das Land seit dem 01.01.2003 keine Förderbeiträge mehr zahlt, sah sich die CDU-Fraktion in ihren Befürchtungen bestätigt.


„Dies ist ein herber Schlag für die Kultur der Existenzgründung in Dortmund. Es ist nun unsere Aufgabe, schnellstmöglich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die weggebrochenen Finanzkonzeptionen und Aufgabenbereiche auffangen zu können. So könnten die Aufgaben der bisherigen Existenzgründungsagentur ausgeschrieben werden. Denkbar ist z.B., dass die ECC GmbH Existenzgründungsaufgaben im IT-Bereich oder die MST-Factory Aufgaben auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnologie übernehmen“, könnte sich Dr. Helmut Eiteneyer ein weiteres Vorgehen vorstellen.


Seit 1986 unterstützt die Agentur zur Aktivierung unternehmerischer Initiativen bei der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Dortmund Existenzgründungen durch Beratungen, Beratungsförderungen und Qualifikationen. Zielsetzung ist es, die Existenzgründungen zu stärken und Insolvenzen zu vermeiden. Dazu erhielt die Agentur in der Vergangenheit eine Förderung des Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr (MWMTV) sowie der EU, die sich im abgelaufenen Jahr auf insgesamt 410.000,-€ belief.


Auch für die Jahre 2003 bis 2005 waren seitens des Ministeriums insgesamt 710.860,-€ als degressive Förderung in Aussicht gestellt worden. Aufgrund der vom Ministerium geforderten Änderungen der Rahmenbedingungen wurde die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Dortmund als Projektträgerin und Vertreterin des lokalen Gründungsnetzwerkes, dem für den lokalen Verbund Dortmund neben den Kammern, der WBF-Do, dem Arbeitsamt, dem Technologiezentrum, dem „dortmund-project“ auch verschiedene Kreditinstitute als die wichtigsten Netzwerkpartner angehören, beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag beim MWMTV zu stellen. Dies ist abschlägig beschieden worden.


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